800 zufriedene Besucher beim RUK-Sommerfest im Rumpenheimer Schlosspark

RUK-Sommerfest: Musikalischer Kickers-Sieg

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Ziemlich eng ging es zu auf der vier mal sechs Meter kleinen Bühne.

Rumpenheim - Gelungener Auftakt zur Saison-Eröffnung: Mit seinem Sommerfest im herrlich schattigen Schlosspark hat der Rumpenheimer Kulturverein (RUK) für 800 sehr zufriedene Gäste gesorgt. Von Silke Gelhausen-Schüßler

Auch das bewährte Überraschungs-Verpflegungs-Konzept „Gibste was, nimmste was“ (jeder bringt etwas Leckeres mit und kann vom Leckeren der anderen kosten) geht erneut auf. Ein zusätzlich engagierter Caterer versorgt die Gäste am Grillstand, die ohne Essbares gekommen sind. Aber im Vordergrund steht nicht das leibliche Wohl, sondern die Musik.

Den Anfang auf der vier mal sechs Meter kleinen Bühne machen zwei Newcomer-Bands aus Frankfurt und Offenbach: „Das kleine Besteck“ mit Blues, Jazz und Folk sowie „Auf der Couch“ mit Funk und Skiffle-Punk. Die Couch-Musiker sind so frisch, dass, so der Vorsitzende Karl-Heinz Lebisch, „wir ihnen erstmal einen Namen geben mussten“. Immerhin schon den zweiten Auftritt meistert das Trio „Wortklang“, aus RUK-Reihen rekrutiert. Wolf-Dieter Köster, Bernd Cürten und Katharina Eismann vereinen auf harmonische Weise Musik und Lyrik. Robert Becker unterstützt mit Lesungen von Robert Gernhardts Lyrik.

Musikalischer Jubel über Kickers-Sieg

Höhepunkt des Abends ist die texanische Frontfrau Elizabeth Lee der römischen Band Cosmic Mojo. Ihr englischsprachiges Repertoire reicht von Indie-Rock bis hin zu Blues-Balladen, wobei ihre starke, rauchige Rockstimme für eine besondere Atmosphäre sorgt. Beeinflusst von den Allman Brothers, Little Feat und Bonnie Raitt, schrieb Lee schon mit 14 Jahren ihre ersten Songs.

Zusammensitzen und die Atmosphäre im Schlosspark genießen.

Sogar der 2:0-DFB-Pokal-Sieg der Kickers am Abend wird gleich musikalisch verarbeitet, was beim Publikum erwartungsgemäß gut ankommt. Zwei Stunden und mehrere Zugaben rocken Cosmic Mojo den Park, ab 0 Uhr müssen sämtliche „Lärmquellen“ der Anwohner wegen verstummen.
Die letzten Besucher gehen um viertel vor zwei nach Hause. Nicht so Karl-Heinz Lebisch und seine Vereinskollegen: Sie packen bis zum frühen Morgen sämtliche Aufbauten schon mal provisorisch ins Mausoleum.

Zum Saisonauftakt zur Information bereit lag das druckfrische Herbstprogramm. Die folgenden Veranstaltungen finden ausnahmslos im Mausoleum gegenüber der Schlosskirche Rumpenheim statt.

Neues Herbstprogramm

Am 8. September klärt Kabarettist Nils Heinrich den Besucher mit „Weiss Bescheid“ über „Neues vom Hamsterradkapitalismus“ auf. Eine offene Bühne, offene Gespräche und ein offenes Ende hält die RUK 22 bereit. Am 22. September und am 22. November kann jeder zeigen, was er drauf hat: Spielen, singen, tanzen, vortragen, ob Anfänger oder Halbprofi. Seinen einzigartigen Stil auf der akustischen Gitarre präsentiert Tim McMillan am 29. September. „Goblincore“ nennt der Australier das von ihm erschaffene Genre, eine bunte Mischung aus unterschiedlichen Stilen.

Um ein ernstes Thema geht’s am 10. Oktober in der Reihe „zurechtge-RUK-t“: Chefarzt Dr. Stephan Sahm vom Ketteler-Krankenhaus wird über medizinische und juristische Aspekte der Patientenverfügung referieren. Das englische Trio „The Art Of Sound“ schaut auf seiner Festival-Tour durch Europa am 12. Oktober im Mausoleum vorbei. Feinsinnige Songs vonJohn Law versprechen Genuss nicht nur für Modern-Jazz-Fans.

Weiter geht es am 19. Oktober mit dem Musikkabarett Pro:C-Dur. Timm Beckmann und Tobias Janssen schaffen es, Kulturschock und Faszination gleichermaßen entstehen zu lassen. Einen heiteren 3. November verspricht Comedystar Sebastian Nitsch. Der ehemalige Werbetexter lässt in seinem „Unsterblichkeitsbatzen“ kein Weltgerümpel unausgesprochen. Und nochmal Musik: Blues, Funk und Jazz von Get The Cat gibt’s am 17. November.

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