Offenbacher Freidemokraten stellen ein optimistisches Programm für die Kommunalwahl vor

Mutig fürs bessere Offenbach

Spitzenkandidat Dominik Schwagereit hat sich von unserer Zeitung anregen lassen, den Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim zu besuchen.
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Spitzenkandidat Dominik Schwagereit hat sich von unserer Zeitung anregen lassen, den Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim zu besuchen.

Die Wähler von 2016 haben das Ziel für die Offenbacher Freidemokraten hoch gehängt: Das historische Spitzenergebnis von 9,5 Prozent will erst einmal wieder erreicht werden. Angehen können das die Liberalen wieder als Partner in einer Koalition

Offenbach - Das aktuelle Bündnis, dem die FDP angehört, wird seit 2016 nicht mehr von der SPD, sondern von der CDU geführt; dabei sind wie vorher die Grünen.

Ohne dass diese ausdrücklich genannt würden, richtet sich an sie die bei einer virtuellen Pressekonferenz mehrfach bemühte „conditio sine qua non“ für eine weitere freidemokratische Regierungsbeteiligung: Die unabdingbaren Voraussetzungen für eine Koalition seien der vereinbarte Weiterbau der Bundesstraße 448 zur Mühlheimer Straße und die Verwirklichung aller drei vorgesehenen Neubaugebiete.

Parteivorsitzender Oliver Stirböck, Spitzenkandidat Dominik Schwagereit, Bildungs- und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß und die Bewerberinnen Eva Dude (frühere IHK-Hauptgeschäftsführerin) und Anja Kofahl (Junge Liberale) präsentieren online die thematischen Schwerpunkte des FDP-Wahlprogramms.

Dieses strotzt geradezu von Optimismus, will nach vorne und nicht zurück blicken und scheut sich auch nicht vor Offenbach-Verklärung. Natürlich unter maßgeblicher Mitwirkung der Freidemokraten sei die Stadt, unter anderem durch neue Quartiere, attraktiver geworden, sei der Aufschwung in ihr angekommen und das Schmuddelkind-Image abgelegt.

Wer nicht dort hinziehen möchte, ist selber schuld: „Frankfurter wollen Offenbacher werden“, und nicht nur wegen des Preisvorteils wie die Listen-Nummer-1 Schwagereit wissen will.

Auf den Plakaten tragen die Spitzenkräfte rosa Boxhandschuhe, was Kampfbereitschaft symbolisieren soll. „Nur Mut, Offenbach wächst gut“, reimt sich vor der Erkenntnis, „das beste Offenbach liegt noch vor uns“.

Und zwar laut FDP als „Stadt zum Wohlfühlen“, wo auch die Wirtschaft durch Willkommenskultur prosperiert und junge Menschen unabhängig von ihrer Herkunft alle Chancen haben.

Nur Wachstum könne Offenbachs Finanzprobleme lösen, das Investitionsklima sei genauso wichtig wie das Weltklima; geschaffen werden soll die Stelle eines „Vertriebschefs für Gewerbeflächen“. Hinsichtlich der Bildung messen sich die Freidemokraten mit ihren zuständigen Dezernenten Weiß keinen geringeren Anteil an Entwicklung und Umsetzung des 300-Millionen-Schulbauprogramms bei.

Nicht unter Bescheidenheit leiden die Visionen von der Rolle, die dem Kreisverband von Oliver Stirböck, dem Digitalisierungs-Fachmann der FDP-Landtagsfraktion, für Offenbach vorschwebt: nichts weniger als die einer Digitalhauptstadt. Als Vorreiterin der umfassenden Vernetzung gerät sie zur „Smart City“, ein mit externen Partnern zu verwirklichendes „House of Digitalisation“ macht sie zum „Silicon Offenbach“ mit passender Fachhochschule.

Von Thomas Kirstein

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