Mutter stirbt bei Bluttat in Offenbach

Offenbach - (mcr) Familiendrama in Offenbach: Ein 25-jähriger Russlanddeutscher steht im Verdacht, in der Nacht zum Samstag seine Mutter, 43, in der gemeinsamen Wohnung im Stadtteil Lauterborn erstochen zu haben.

Er sollte gestern Abend dem Haftrichter vorgeführt werden. Über Vorgeschichte und Ablauf der Tat herrsche noch Unklarheit, sagte Polizeisprecher Henry Faltin gestern Nachmittag.

Bei der Polizei war am frühen Samstagmorgen der Notruf eines jungen Mannes eingegangen. Die Beamten sollten dringend zu der Wohnung im zweiten Stock eines Acht-Familien-Hauses in der Anton-Bruckner-Straße kommen. Dort liege „die Mutter im Blut“. Vor Ort fanden die Polizisten außer der Leiche der Frau auch einen 49-jährigen Mann, der mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Schnitt- und Stichverletzungen auf dem Balkon lag. Der Offenbacher griechisch-usbekischer Herkunft ist weder Ehemann der Toten noch Vater ihrer 13, 19 und 25 Jahre alten Söhne, die die Ermittler ebenfalls in der Wohnung antrafen.

Bei ersten Vernehmungen, sagte Faltin, habe sich weder der Tatverdacht gegen den zwischenzeitlich im Krankenhaus bewachten Schwerverletzten noch gegen den mittleren Sohn des laut Obduktion an mehreren Stichverletzungen gestorbenen Opfers erhärtet. Der älteste Sohn allerdings sei weiter verdächtig. Über ein Motiv sei noch nichts bekannt; bisherige Vernehmungen seien wenig aufschlussreich. Die Offenbacher Staatsanwaltschaft ermittele.

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