Nach Brand fehlen C & A die Kunden

Offenbach - Nur der Geruch, ähnlich einer steifen Nordseebrise, und das rot-weiße Absperrband um die kahle Fläche bei den Umkleidekabinen in der Abteilung für Damenunterwäsche erinnern noch daran, dass es hier fast zu einer Katastrophe gekommen wäre. Von Katharina Hempel

Vorvergangenen Samstag war im Offenbacher C & A ein Feuer ausgebrochen – doch alle sind mit einem blauen Auge davon gekommen.

„Das Löschwasser aus der Sprinkleranlage und von der Feuerwehr hat den Teppich gut durchweicht“, erklärt Geschäftsführerin Sylvia Klabunde das „Raumaroma“. Der in Mitleidenschaft gezogene Fußbodenbelag wird auch den Hauptteil des Schadens ausmachen. Zur Erleichterung von Chefin Klabunde: „Unseren Kunden und unserem Kleidersortiment ist sonst zum Glück gar nichts passiert.“

„Ware ist sozusagen geschmolzen und auf den Boden getropft“

Die Feuerwehr schätzte den Schaden anfänglich auf 300.000 Euro. Diese Summe kann Geschäftsführerin Sylvia Klabunde nicht bestätigen. „Wie hoch der Schaden tatsächlich ist, müssen wir noch sehen. Von der Kleidung wurde zum Glück nur die beschädigt, die in der Kammer lagerte.“ Ansonsten ist nur ein Teil des Verkaufsraums in Mitleidenschaft gezogen worden. Gebrannt hatte es in einer kleinen Abstellkammer im ersten Obergeschoss – bei den Umkleidekabinen. Und nur direkt über dem Brandherd regnete es aus der Löschanlage. Im Rest des Geschäfts blieb es trocken.

„Ungefähr hier wurde das Feuer gelegt“, erklärt Sylvia Klabunde und zeigt auf eine Stelle auf Schulterhöhe, wo früher ein Regal in der knapp drei Quadratmeter großen Kammer hing. Der Fußboden darunter ist stellenweise noch stark angekokelt. Den Rest hat die Spurensicherung bereits beseitigt und mitgenommen.

„Dadurch, dass hier viele Synthetik-Produkte lagerten, kam es nur zu einem Schwelbrand. Die Ware ist sozusagen geschmolzen und auf den Boden getropft“, erklärt Klabunde. Was und wer das Feuer verursacht hatte, wird noch ermittelt.

Seit gut einer Woche läuft am Hugenottenplatz wieder der normale Betrieb, doch nur langsam gehe es wieder mit dem Umsatz bergauf, klagt Sylvia Klabunde. Der „Besucherschwund“ liege noch bei zehn bis 15 Prozent.

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