Nach Weihnachten

Wenig Umtausch von Geschenken

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Offenbach - Alle Jahre wieder: Während der Bescherung macht sich auf manchem Gesicht Enttäuschung breit. Zu klein, zu groß, doppelt oder gefällt nicht. Erste Gelegenheiten, unliebsame Geschenke gegen etwas Passendes zu tauschen, gab’s gestern und am vergangenen Samstag. Von Sarah Neder

Doch der Andrang Fehlbeschenkter blieb bisher vor allem im Einzelhandel aus. „Am Samstag haben wir zwei Bücher zurückgenommen. Das war’s soweit“, sagt Helma Fischer von der Steinmetz’schen Buchhandlung. Auch Schuh-Pauthner musste bisher kaum Artikel zurücknehmen. „Wohl alles passend verkauft“, meint Geschäftsführerin Ulrike Schmittinger. Gute Beratung sei der Grund für die wenigen Fehlkäufe, glaubt sie.

Matthias Roth vom gleichnamigen Lederwarenhandel wartet auch auf den großen Retour-Ansturm. „Noch ist es relativ ruhig. Wir hatten erst drei Umtausch-Aktionen“, berichtet Koffer-Roth junior. Der stellvertretende Geschäftsführer erklärt sich die Rückgabe-Flaute so: „Viele Kunden kommen direkt mit dem zu Beschenkenden in den Laden und suchen gemeinsam aus, was am Heiligabend unter dem Baum liegen soll. So entstehen keine Missverständnisse.“ Ein weiterer Grund sei der wachsende Online-Handel. Viele Kunden ließen sich zwar in Fachgeschäften beraten, so Roth, kauften das Produkt aber im Internet. „Bei den Preiskämpfen im Netz können wir nicht mitmachen. Wir müssen ja unser Personal bezahlen“, schimpft er.

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Während sich der Umtausch im stationären Handel in Grenzen hält, wandert bei der Post ein Retour-Paket nach dem anderen über die Theke. „Der Online-Handel boomt“, sagt der Pressesprecher der regionalen Poststellen, Heinz-Jürgen Thomeczek. „Kurz vor Weihnachten schlagen wir bis zu sieben Millionen Pakete um. Täglich.“ Thomeczek weiß: „Unser Weihnachtsgeschäft dauert noch bis Mitte Februar.“ Erst dann seien die meisten Rückgaben, Umtausche und Neubestellungen im Online-Handel abgewickelt.

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