Am 23. April

Nacht der Museen: Kultur zu vorgerückter Stunde

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Frankfurt/Offenbach - Auf eine Entdeckungsreise zu später Stunde lädt die Nacht der Museen am Samstag, den 23. April, von 19 bis 2 Uhr in Frankfurt und Offenbach ein.

Entlang des Museumsufers und darüber hinaus präsentieren rund 40 Museen und Kultureinrichtungen ein Potpourri der Kunst. Führungen, Konzerte, Partys und kulinarische Köstlichkeiten runden das Angebot ab. Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth erklärte: „Die Nacht der Museen bietet auch in diesem Jahr ein außergewöhnliches Programm zu ungewohnter Stunde - das Motto lautet: Kunst erkunden, entdecken und erleben.“

In Offenbach beteiligen sich das Ledermuseum, das Haus der Stadtgeschichte und das Klingspormuseum mit Musik, Tanz und Kunst an der Nacht der Museen. Im Deutschen Ledermuseum zeigen Mitarbeiter ausgewählte Lieblingsstücke. Für die Musik sorgt der Rock’n’Roll-Club Jeunesse. Im Klingspormuseum können Gäste mit der Offenbacher Grafikdesign-Agentur U9 ein Magazin gestalten. Zudem zeigt das Museum für Buch und Schrift ausgewählte Werke seiner Sammlung. Das Haus der Stadtgeschichte bietet Besuchern eine interaktive Installation. Sie werden auf eine Zeitreise durch Europa auf den Spuren von Migration und Deportation genommen.

In einer Sonderschau zu Joan Miró zeigt in Frankfurt die Schirn Kunsthalle bedeutende Malerei des 20. Jahrhunderts. Das Museum Angewandte Kunst begibt sich mit „The Happy Show“ von Design-Ikone Stefan Sagmeister auf die Suche nach dem Glück, und im Städel lädt die Maniera-Ausstellung zum Erkunden des Florenz der Medici ein. Auch der Kaisersaal im Römer öffnet seine Pforten.

Auch die denkmalgeschützte Höchster Altstadt lädt zum Lustwandeln ein: Eine audiovisuelle Installation lässt den Bolongaropalast, der letztmalig vor seiner Sanierung zugänglich ist, in einem faszinierenden Lichtspiel erstrahlen. Hinter historischen Mauern gewähren Führungen und Performances Einblicke in die Zeit des Barock und Rokoko, während Frankfurts Lieblingskabarettist Michael Quast von kauzigen Originalen liest. Feinschmecker können im Porzellan Museum römische Weine kosten, zugleich erfahren modebewusste Damen mehr über die Trends zu Zeiten Marie Antoinettes. Das Gelände des Höchster Schlosses lässt sich bei Taschenlampenführungen erkunden.

Bilder aus dem vergangenen Jahr

Impressionen von der „Nacht der Museen“ 2016

Auch das musikalische Angebot ist abwechslungsreich: Während im Deutschen Architekturmuseum Indian Vibes den Ton angeben, sorgen groovige Latin- und Funksounds im Senckenberg Naturmuseum für den richtigen Rhythmus. Lieblingsstücke des Jazz und Swing erklingen im Offenbacher Ledermuseum, und im Kriminalmuseum spielt das Landespolizeiorchester Evergreens und aktuelle Hits. Im Goethe-Museum geben die Offenbacher Hip-Hopper „Ohne Fronten“ Beats zum Besten.

Das Ticket für die Nacht der Museen kostet 14 Euro und beinhaltet den Eintritt zu allen Veranstaltungen. Es ist zugleich Fahrkarte für die nächtlichen Shuttle-Busse, die historische Straßenbahn und das Shuttle-Schiff, das zwischen Städel und Eisernem Steg verkehrt. Für Besitzer der Museumsufer-Card ist der Eintritt frei. Sie ist während der Nacht in allen Museen erhältlich und kostet 85 Euro pro Jahr. 

ku/jrd

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