Nachwuchs engagiert sich

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Vergabe des Jugend-Ehrenamtspreises: Martina Korth, Claudia Kaufmann-Reis und Reinhard Knecht übergaben Preise für die THW-Jugend (Minigruppe), Jugendarbeit der Griechischen Gemeinde, die Jugendarbeit St. Pankratius Buergel

Offenbach (man) ‐ Für Leute wie Marina Korth oder Markus Oelschläger ist das Engagement in einem Ehrenamt nichts ungewöhnliches. Die eine kommt aus von evangelischen Jugend, der andere aus der katholischen.

Heute stehen beide dem Stadtjugendring vor, die eine als Vorsitzende, der andere als Mitglied des Vorstands zusammen mit Lukas Wagner. Die drei mussten am Freitag schon lange vor der eigentlichen Festlichkeit in den Räumen der Paul-Gerhardt-Gemeinde hantieren: Spiele und Buffet aufbauen oder noch mal die Ansprache zur Verleihung der Ehrenamtspreise durchlesen.

Das Jugendamt überreichte nämlich an drei Jugendorganisationen jeweils einen Ehrenamtspreis beim Dankeschönfest des Stadtjugendrings. In der Jury hatten etwa Jürgen Kopp vom Jugendamt oder Abdelkader Rafoud vom Ausländerbeirat gesessen. „Es wird kontrovers diskutiert,“ sagte Marina Korth, die ebenfalls mitbestimmte, wer einen Preis bekommen sollte.

Zum Glück ist Offenbach eine wachsende Stadt,“ sagte Claudia Kaufmann-Reis, die Abteilungsleiterin des Jugendamtes, „die Geburtenrate ist hier höher als anderswo.“ Kaufmann-Reis überreichte die Preise zusammen mit Reinhard Knecht vom Referat Ehrenamt.

Lebendige Jugendarbeit

In der Kategorie „Gruppe“ bekam die Jugend des Technischen Hilfswerks die jeweils mit 240 Euro dotierte Auszeichnung. Besonders zu würdigen sei die Einbeziehung von Mädchen, die ein Drittel der Jugendgruppe bildeten. Bei den sogenannten Minis sei deren Anteil mit vier von neun noch höher.

In der Kategorie „Event/Projekt“ empfahl sich die Jugend der griechischen Gemeinde. Die reichte eine Filmdokumentation über eine Theateraufführung im Ledermuseum ein. Das Stück handelt von einer traditionellen griechischen Hochzeit und setzt sich mit den Veränderungen zum Leben der Generation der Eltern und Großeltern auseinander. Durch die gesamte Planung mit Textbuch, Bühnenbild und schließlich der Premiere habe die Griechische Gemeinde „eine lebendige Jugendarbeit“ bewiesen. Der Vorsitzende der Gemeinde, Christos Michailidis, nahm den Preis entgegen.

Film über 57 Ministranten

Noch einen Preis für ein Projekt gab es für die Jugendarbeit der Pfarrgemeinde St. Pankratius aus Bürgel. Die drehte nämlich vier Monate an einem Film über 57 Ministranten, eine mit viel Arbeit verbundene Geschichte. Da die Jugendlichen die Szenen spielten und nicht einfach nur filmten, gab es einigen planerischen Aufwand zu bewältigen. Die Ministranten setzten sich etwa mit Interview- und Aufnahmetechnik auseinander, mit Drehbuch und Schnitt. „Der Film beweist, dass es lustig zugeht unter Ministranten,“ freute sich Claudia Kaufmann-Reis.

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