Osterlämmchen und „Aprilscherze“

+
Susanne Wollensak hat die Lämmer schon im Arm. Streicheln können aber auch die Besucher des Waldzoos den jüngsten Nachwuchs.

Offenbach - Hühner gackern, Gänse schnattern, der Esel brüllt sein „I-ah“. Die Tiere im Waldzoo begrüßen den Frühling – und ihre neuen Mitbewohner. „Neun Lämmer wurden im März geboren, die letzten beiden am 1. April“, berichtet Zoochefin Susanne Wollensak. Von Katharina Hempel

Klar, dass die Osterlämmchen und die kleinen Aprilscherze hoch in der Gunst der jungen Besucher stehen. Eines oder zwei möchte Wollensak behalten, für die anderen sucht sie ein neues Zuhause.

Nachwuchs gibt es auch im Gehege der Degus. Die kleinen Nager haben braunes Fell und sind mit den Meerschweinchen verwandt. „Sie sehen aus wie Ratten, die man in die Waschmaschine gesteckt hat,“ zieht Tierpflegerin Wollensak einen anschaulichen Vergleich.

Links neben dem Eingang machen es sich Lucy und Rosi gemütlich. Sie sind ebenfalls neu am Nassen Dreieck, aber schon ein bisschen älter. Die schwarze Lucy ist ein vierjähriges Hängebauchschwein, ihre rosa Mitbewohnerin ein drei Jahre altes Minischwein. Sie teilen sich Holzhäuschen und Hof. Ihre Vorgängerin Babe kam im März in den Schweinehimmel.

Um- und Ausbau des Streichelzoos

Was Um- und Ausbau des Streichelzoos betrifft, hat Susanne Wollensak für dieses Jahr nichts Konkretes geplant. „Ideen sind da, aber es ist alles noch nicht spruchreif. Wir sind damit beschäftigt, das Heulager wieder aufzubauen, das im vergangenen Jahr abgebrannt ist.“ Und das Gehege der Schildkröten wird erneuert.

Die gelernte Zootierpflegerin hat ihre Lehre im Waldzoo gemacht. 2007 übernahm sie die Leitung. Mit vier Auszubildenden, ihrem Freund und vier ehrenamtlichen Helfern verpflegt die Offenbacherin derzeit 298 Tiere. Die meisten sind Vögel. Insgesamt sind 27 Arten im kleinen Zoo beheimatet.

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Kinder stehen Ponys, Schafe und Rinder. „Die Mädels fahren besonders auf die Ponys ab, die Jungs suchen immer nach den Raubtieren“, beobachtet Susanne Wollensak. Löwen oder Tiger werden sie im Waldzoo nicht finden, Bären schon: Waschbären. Und die können ganz schön kratzen.

Tag der offenen Tür

Am Donnerstag, 17. Mai, ist Tag der offenen Tür im Waldzoo (Waldstraße 275). Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Kinder zahlen 2, Erwachsene 2,50 Euro.

Kommentare