Nächste Runde der Schlagloch-Debatte

Offenbach (mcr) ‐ Zu viel, zu kalt, zu teuer: An Gründen für Offenbachs Schlaglochmisere mangelt es im Gegensatz zum Geld für ihre Beseitigung nicht. Erst vor wenigen Tagen hatte die CDU die Zustände angeprangert. Gestern schob die SPD ihren Kommentar hinterher.

Der Fraktionsvorsitzende Stephan Färber zum in unserer Zeitung zu lesenden Titel „Löcher, nicht als Löcher“: „Das ist ein passender Satz und trifft auch auf den städtischen Haushalt zu.“ Und auch die CDU kenne die Haushaltslage genau und müsse wissen, „dass 20 Millionen für die Gesamtsanierung aller Straßenschäden nicht aufzubringen sind“.

Klar sei den Christdemokraten auch, dass aus dem von ihnen erneut in die Diskussion gebrachten Konjunkturprogramm lediglich „zusätzliche Investitionen“ finanziert werden durften. Straßensanierungen und -erneuerungen seien ausdrücklich ausgenommen worden. „Doch selbst wenn das möglich gewesen wäre - hätte die CDU stattdessen die Sanierung von Kitas, der Jahn-Sporthalle oder des EOSC-Bades opfern wollen?“, fragt Färber.

Auch er selbst ärgere sich über die Schlaglöcher. „Besonders an gefährlichen Stellen müssen die Straßen sofort saniert werden“, fordert er. Aber früher sei wegen der Temperaturen nicht machbar gewesen. Die meisten Städte könnten das Geld für Straßenreparaturen derzeit nicht aufbringen. „Jetzt ist Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gefragt“, findet Färber. Der müsse sein Versprechen halten und die angekündigten 100 Millionen Mehrausgaben für die Straßensanierungen schnellstens freigegeben.

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare