Abschiede aus Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement

Nahtloser Übergang der Generationen

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Markus Eichberger soll Susanne Schöllkopf an die Spitze von Amt 60 folgen.

Offenbach - Wenn sich eine derartige Umwälzung in einem städtischen Amt vollzieht, ist das schon einen Anlass wert: Drei Stunden soll der offizielle Teil der internen Feier, noch ein paar Stündchen mehr der gemütliche gedauert haben. Von Thomas Kirstein

Das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement zelebrierte ab Dienstagnachmittag einen vierfachen Übergang in den regulären Ruhestand oder in die „Freistellungsphase der Altersteilzeit“. Aus dem Amt mit der Rathaus-Kennziffer 60 verabschiedeten sich die Chefin Susanne Schöllkopf (seit 2000 bei der Stadt), ihr Stellvertreter Joachim Bier-Kruse (seit 1990), Stadtgestalterin Hannelore Münster-Voswinkel (seit 1989) sowie der Verkehrs- und Ampelfachmann Klaus Dallmann (seit 1978). Bei insgesamt 27 planmäßigen Stellen eine nicht unbeträchtliche Zäsur, objektiv ein Verlust an Erfahrung.

Doch versichert der für Personal und Stadtplanung zuständige Dezernent, dass das Feld der Nachfolge rechtzeitig bestellt worden sei. Oberbürgermeister Horst Schneider spricht von einem „langfristigen Personalentwicklungsprogramm“, von einer Vermehrung der 30-Jährigen, von jungem Blut, das nachrückt.

Markus Eichberger soll Susanne Schöllkopf an die Spitze von Amt 60 folgen.

Der Generationswechsel in dem durch Zusammenlegung aus Hochbauamt, Tiefbauamt, Bauverwaltungsamt, Bauaufsicht sowie Straßenverkehrsbehörde entstandenen Groß-Amt klappt mit eigenen, nachgeführten Kräften. , auf Externe muss nicht zurückgegriffen werden. OB Schneider will zwar noch keine Namen nennen, es gilt im Rathaus aber als ausgemacht, dass Markus Eichberger, der bisherige Leiter des Bereichs Stadtentwicklung und Städtebau, Schöllkopf-Nachfolger und damit Amtsleiter wird.

Aufrücken werden wohl auch Anna Heep vom Hochbauamt und die für das Stadtgrün zuständige Sigrid Pietzsch. Noch nicht verabschiedet, aber schon den Ruhestand vor Augen: Auch Helmut Reinhardt, der bekannte Leiter von Bauaufsicht und örtlichem Denkmalschutz wird das Rathaus verlassen. Ihm dürfte dann seine Stellvertreterin, die Juristin Sonja Stuckmann, nachfolgen.

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Bei der Feier zu Ehren des künftigen Pensionärs-Quartetts gab es nach Schilderung von Beteiligten viel Lob. OB Schneider betont auch im Nachgang die Bedeutung des Amtes für die Stadtentwicklung und die Verdienste der Scheidenden darum. 90 Prozent der Vorlagen des Magistrats stammten aus diesem Teil seiner Dezernate. „Alles, was unsere Stadt in der letzten Dekade vorangebracht hat, ist im Amt 60 maßgeblich bearbeitet worden“, sagte er. Chefin Susanne Schöllkopf und ihre Truppe hätten einen Riesenjob gemacht – bei unter anderem Verkehrsmanagementplan, Schulbausanierung, Kaiserleiplanung oder den Umbauten von Alice- und Wilhelmsplatz.

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