Das Bio tobt weiter

+
Offenbacher Natur- und Umweltschutz im Detail: Die „Orchideenwiese“ im nördlichen Hartmannsrain hat eines der größten südhessischen Vorkommen des Breitblättrigen Knabenkrauts.

Offenbach ‐  Es ist ein ständiger Kampf. Das sagt zumindest Bürgermeisterin Birgit Simon. Aber für diese Sache kämpft die Grünen-Politikerin sicher gern: den Umwelt- und Naturschutz. Von Martin Kuhn

Dessen lokale Geschichte ist freilich länger als die Amtszeit von Birgit Simon. Am 13. Juli 1950 wurde die „Anordnung zum Schutz von Landschaftsteilen im Stadtkreis Offenbach“ veröffentlicht. Und in dieser Zeit hat sich einiges geändert.

Jetzt wäre es fatal, wenn sich Politik, Verwaltung und Verbände, die im Naturschutzbeirat unter Vorsitz von Karlheinz Halle beratende Funktion haben, zufrieden zurücklehnen. Aber das wird so schnell nicht geschehen. Woran seit geraumer Zeit behutsam gewerkelt wird: ein Biotopverbund. Kurz: Ein Netz einzelner Biotopen, welches das Überleben bestimmter Arten sichert. „Inseln“ und „Gürtel“ sollen geschaffen werden, um einen Kontakt zwischen Lebensräumen herzustellen.

Rolf Weyh sieht darin eine historische Wandlung im Naturschutz: „Vom gezielten Einzelartenschutz zum Gebietsschutz.“ Dazu zählen die Fachleute unter anderem Bachläufe im Stadtwald, die Bieberaue mit Frischwiesen, den Kalkbuchenwald am Schneckenberg und den Buchhügelgraben.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare