Im Nebenjob Drogenkurier

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Im Jugendzentrum Nordend half er hauptberuflich Jugendlichen bei Hausaufgaben, als Nebenjob transportierte er illegale Substanzen.

Offenbach (tk) ‐ Im Jugendzentrum Nordend half er hauptberuflich Jugendlichen bei Hausaufgaben, als Nebenjob transportierte er illegale Substanzen: Das brachte dem 39-Jährigen nur eine zweijährige Bewährungsstrafe ein.

Das Offenbacher Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Manfred Beck ließ dabei große Milde walten, insofern der Mann sich nicht der Hauptverhandlung gestellt hatte und erst nach einer intensiven Fahndung geschnappt werden konnte. Bereits im Juni 2008 war der Offenbacher zufällig in eine Polizeikontrolle auf der A3 geraten. Da transportierte er gerade als Kurier vier Kilogramm Marihuana. Später sagte er aus, von versprochenen 700 Euro Transportlohn habe er erst 200 Euro als Vorschuss erhalten.

Vor dem Gerichtstermin 2009 tauchte er unter. Er hatte sich einen gefälschten Ausweis besorgt, konnte über sein Handy jedoch geortet werden. Geflüchtet war der inzwischen reuige Familienvater nach eigenen Angaben, weil er wegen erheblicher Vorstrafen nicht mit einer Bewährung gerechnet hatte. Die Vorstrafen stammen aus den 90ern. Beim Prozess ist nicht bekannt geworden, ob sich das Offenbacher Jugendamt bei der Einstellung ein Führungszeugnis vorlegen ließ.

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