Grüne greifen Gesundheits-Studie der Uni Mainz auf

Neue Argumente für Fluglärm-Deckelung

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Offenbach - Bestätigt sehen sich Offenbachs Grüne durch eine neue Studie der Uniklinik Mainz. Diese zeigt, womit Menschen rechnen müssen, deren Schlaf durch Fluglärm gestört wird: Schädigung von Blutgefäßfunktionen, erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Stadtverordnetenfraktion bekräftigt ihr Engagement für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und betont ihre Ablehnung eines dritten Terminals. Fraktionschefin Susanne Schmitt: „Das ist nicht hinnehmbar, nachdem auch die Innenstadt intensiv überflogen wird. Wir brauchen eine Deckelung der Flüge und eine Verminderung des Fluglärms.“

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Sechs Stunden Flugverbot zwischen 23 und 5 Uhr reichten nicht für einen gesunden Schlaf, wie das Umweltbundesamt bestätige. „Fluglärm schwächt die Leistungsfähigkeit der Menschen und stellt einen ökonomischen Nachteil dar. Früher oder später zahlen viele Betroffenen mit ihrer Gesundheit und werden zum Kostenfaktor für die Krankenkassen. Das sollten die Verfechter des Ausbaus in ihre Rentabilitätsrechnungen einbeziehen“, so Schmitt.

Die Grünen meinen, dass die Lärmsanierung weder bei Wohnhäusern noch bei öffentlichen Einrichtungen mit dem Flughafenausbau mithalten könne. Zynisch sei, dass Vertreter des Flughafenverbands darauf verwiesen, gesundheitliche Folgen seien in abgeschotteten Räumen vermeidbar. „Selbst Fenster mit einem Lärmdämmwert von 35 dB(A) reichen im Offenbacher Süden nicht für ungestörte Nachtruhe.“

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mt

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