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Neue Corona-Regeln: Hier gilt in Offenbach und der Region weiterhin die Maskenpflicht

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Von: Sebastian Richter

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In Hessen tritt eine neue Corona-Verordnung in Kraft. In vielen Bereichen muss keine Maske mehr getragen werden. Was sind die Ausnahmen?

Offenbach – Nach fast zwei Jahren Maskenpflicht in weiten Teilen des öffentlichen Lebens müssen Masken bald nicht mehr verpflichtend in Supermärkten und der Gastronomie getragen werden. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung schafft Hessen die Maskenpflicht fast überall ab. Stattdessen sollen sich Bürgerinnen und Bürger „eigenverantwortlich und situationsangepasst“ vor Infektionen schützen, wie es in der ab dem Samstag (02.04.2022) geltenden Corona-Schutzverordnung heißt.

Damit fällt allerdings nicht in allen Bereichen die Maskenpflicht weg. Weiterhin gelten sogenannte Basisschutzmaßnahmen, die in bestimmten Bereichen weiter zum Tragen einer Maske verpflichten. Wo muss also in Offenbach, Darmstadt und Hanau weiterhin eine Maske getragen werden?

Neue Corona-Regeln: In diesen Bereichen in Offenbach müssen weiterhin Masken getragen werden

Laut der Schutzverordnung besteht die Tragepflicht einer Maske weiterhin in Arztpraxen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und bei Pflegediensten. Die Regel bedingt also das Tragen von OP- oder FFP2-Masken. Kinder unter sechs Jahren sind wie bisher von der Regel ausgenommen. Außerdem kann das Personal solcher Einrichtungen auf die Maske verzichten, wenn sie entweder keinen Patientenkontakt haben oder falls das Absetzen der Maske aus „therapeutischen, rechtlichen, seelsorgerischen oder ethisch sozialen Gründen“ erforderlich ist.

Außerdem bleibt die Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr in Offenbach bestehen. Diese Entscheidung wird damit begründet, dass sich aufgrund der räumlichen Nähe enge Kontakte zu einer größeren Anzahl an Personen nicht vermeiden ließen. Also müssen in Bussen, Bahnen und in Zügen weiterhin Masken getragen werden.

Corona: Kommt der Wegfall der Maskenpflicht in Offenbach zu früh?

Für den Frankfurter Virologen Martin Stürmer kommt der Wegfall der Maskenpflicht zu früh. Er befürchtet, dass dadurch die Fallzahlen wieder extrem steigen könnten. Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen sei dieser Schritt keine gute Idee.

Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister Kai Klose halten das Ende der Maskenpflicht für verfrüht. Aufgrund der Änderung des Gesetzes gebe es aber keinen Handlungsspielraum in Hessen, wie die beiden bei einer Pressekonferenz zu den neuen Corona-Regeln erklärten.

Die Maskenpflicht gilt in vielen Bereichen nicht mehr. (Symbolbild)
Die Maskenpflicht gilt in vielen Bereichen nicht mehr. (Symbolbild) © Stefan Sauer/dpa

Die Maskenpflicht kann wieder erweitert werden, wenn Regionen als Hotspots gelten. Definiert werden Hotspots als Regionen, in denen „die konkrete Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage“ bestehe. Im Gesetz gibt es dazu keine Schwellenwerte, die sich zum Beispiel an der Inzidenz ausrichten. Als Voraussetzung gilt stattdessen, dass eine gefährliche Virusvariante kursiert oder in den Krankenhäusern eine Überlastung droht. (spr)

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