Auftritt soll Zeit sparen

Neue Internetpräsenz: Mit weniger Klicks zum Ziel

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Relaunch geglückt: Zur Feier des Tages schnitten Stadtsprecher Matthias Müller, OB Horst Schneider, SOH-Geschäftsführer Peter Walther und OSG-Geschäftsführerin Regina Preis eine Torte an.

Offenbach - Als Anfang 2013 die Vorbereitungen für das Großprojekt anliefen, war der Anspruch klar formuliert: Offenbach. de sollte moderner und benutzerfreundlicher werden, die kommunale Produktpalette in ihrer Gesamtheit dargestellt werden. Zweieinhalb Jahre später ist der Kraftakt geschafft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Von Jenny Bieniek 

Die wichtigste Neuerung: Rathaus und Stadtwerkegruppe machen im Netz ab sofort gemeinsame Sache. Nicht nur die Stadt selbst ist mit ihren Ämtern, Veranstaltungen und Angeboten auf Offenbach.de zu finden. Auch Stadtwerke und Energieversorgung sind mit ihren Geschäftsfeldern integriert. „Der Bürger soll schnell und unkompliziert die gesuchte Information erhalten – egal wer dafür verantwortlich ist“, begründet Regina Preis, Geschäftsführerin der Offenbacher Stadtinformation-Gesellschaft (OSG), den gemeinsamen Webauftritt. Das städtische Tochterunternehmen war maßgeblich für Konzeption, Gestaltung und Inhalt der neuen Seite verantwortlich.

Hier gelangen Sie zur neuen Seite der Stadt Offenbach.

„Als Unternehmensgruppe sind wir Teil der Stadt und haben die gleichen Ziele“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Walther. Ein gemeinsamer Internetauftritt sei da nur konsequent gewesen, die bereits begonnene Markenarchitektur werde auf diese Weise fortgesetzt. Die Vorteile gegenüber der alten Website sind vielfältig: Diese neue Darstellung passt sich der Größe des jeweiligen Endgeräts an und ist damit vom Computer aus ebenso übersichtlich wie über Smartphone oder Tablet. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen mobil surfen, ist dies wichtige Voraussetzung.

20 Tipps: Sicher surfen und telefonieren

Dank deutlich kürzerer Ladezeiten ist die Website auch mit schmalen Bandbreiten gut zu nutzen. Zudem haben etwa die städtischen Museen, Baugebiete und die GBO eigene Unterseiten erhalten. Statt Texten dominieren auf der Startseite bunte Bilder. Suchbegriffe können direkt eingegeben oder über ein Stichwortverzeichnis ausgewählt werden. Ein interaktiver Stadtplan weist den Weg.

Noch ist nicht alles komplett, doch schon jetzt sind unter dem Stichwort Bürgerservice mehr als 500 Dienstleistungen hinterlegt. Weitere Funktionen und Dienstleistungen wie etwa Online-Formulare und -Zahlung sollen in den kommenden Monaten folgen. Erklärtes Ziel ist, dass Offenbachs Bürger möglichst viele Behördenangelegenheiten bequem von zu Hause aus erledigen können.

200.000 Euro hat sich die Stadt ihr neues Online-Gesicht kosten lassen. 171.000 Euro davon flossen in Technik und Design, für deren Umsetzung die Firmen Sitepark und Die Firma verpflichtet wurden. Gut investiertes Geld, wie OB Horst Schneider findet. „Das entspricht ganz dem Offenbacher Motto: Aus wenig viel machen.“

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Mit dem neuen Netzauftritt verfügt Offenbach über eins der wenigen Portale bundesweit, das sich sowohl allen mobilen Endgeräten anpasst als auch Stadt und städtische Gesellschaften gleichermaßen abbildet. „Ein Meilenstein in unserer E-Government-Strategie“, betont der Rathaus-Chef. Auf diese Weise würden dem Bürger möglichst viele Informationen zugänglich gemacht.

Im vergangenen Jahr griffen 1,9 Millionen Nutzer auf Offenbach.de zu. Eine Zahl, die mit Blick auf die nunmehr vollzogene Zusammenlegung und neue Funktionen wie etwa integrierte Wohnungsssuche, Mängelmelder oder Vhs-Anmeldesystem spielend übertroffen werden dürfte. Für die jüngste Neugestaltung der Website wurde die verfügbare Seitenzahl von knapp 18 000 auf etwa 4200 reduziert. Weggefallen seien aber nur Altlasten, sagt Hauptorganisatorin Simone Kaucher-Quade. „Die alte Seite glich ja einem Stadtarchiv...“

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