Neue Lifte für drei Stationen

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Der Aufzug an der S-Bahnstation Offenbach-Ost ist einer von dreien, den die Bahn erneuert. Voraussichtlich bis April können die Lifte nicht benutzt werden.

Offenbach (mad) - Sie sind ein ständiges Ärgerthema für S-Bahn-Nutzer und wahrlich kein Aushängeschild für die Bahn: die Aufzüge an den Stationen, die regelmäßig entweder verschlossen oder nicht funktionsfähig sind.

Jetzt haben die Proteste von Fahrgästen und der Stadt Offenbach offenbar Wirkung gezeigt. Die Deutsche Bahn AG wird aktiv. Seit wenigen Tagen ist sie dabei, neue Lifte in den Stationen Offenbach-Ost, Ledermuseum und Marktplatz einzubauen.

In ihren vielen Gesprächen mit der Bahn, heißt es in einer Mitteilung der Stadt von gestern, hatten Ordnungsamt, die städtische Behindertenbeauftragte und die städtische Nahverkehrsgesellschaft immer wieder auf Mängel in den Offenbacher Stationen hingewiesen und Abhilfe angemahnt.

„Gerade in die Station Marktplatz mussten häufig Sicherheitskräfte und die Berufsfeuerwehr ausrücken, um Menschen aus dem Aufzug befreien“, berichtet Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Das sei ein untragbarer Zustand gewesen. Das Aktivwerden der Bahn ist indes mit einem Wermutstropfen für einige S-Bahn-Nutzer verbunden: Der Bahnsteig ist von der Straße aus voraussichtlich bis April nur über die Rolltreppen beziehungsweise Treppen zu erreichen. Fahrgäste, die aus der S-Bahn aussteigen und zum Beispiel auf einen Fahrstuhl angewiesen sind, haben so das Nachsehen. Und auch für jene, die mit dem Fahrrad oder einem Kinderwagen unterwegs sind, wird es beschwerlicher.

Treppenlift seit Monaten defekt

Eine - wenn auch etwas umständliche - Alternative für stark Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer wäre an der Station Marktplatz der dem dortigen Kioskbetreiber gehörende Treppenlift. Aber auch der ist seit Monaten defekt. Auf Wunsch der Stadt wird nun die Bahn mit dem Kioskbetreiber Kontakt aufnehmen und prüfen, ob sie sich an den Reparaturkosten beteiligt. Schwerbehinderten wäre so auch der Zugang zur City möglich.

Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, ärgert sich über die Informationspolitik der Bahn: „Sie hat uns zugesagt, schnellstmöglich vor Ort auf Plakaten über die Dauer der Baumaßnahme zu informieren und über das Internet und Pressemitteilungen auf die konkreten Einschränkungen hinzuweisen.“ Obwohl die Arbeiten schon längst begonnen hätten, sei das bislang noch nicht geschehen.

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