Erleichterung für Spätaufsteher 

Neue Öffnungszeiten für den Wochenmarkt?

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Im Rathaus denkt man darüber nach, mit sanften Änderungen die Attraktivität des Wochenmarkts weiter zu erhöhen. Mit Verschiebung der Öffnungszeiten ließe sich ein Parkproblem entschärfen.

Offenbach - Beschicker, Gastronomen, Anwohner und nicht zuletzt Kunden – geht es um den Wochenmarkt, ist bei den Verantwortlichen im Rathaus ein feines Gespür für das Austarieren von Interessen gefragt. Von Matthias Dahmer 

Weil diese Sensibilität in älterer und jüngeren Vergangenheit mitunter nicht besonders ausgeprägt war, ist Werner Hinkelbein vorsichtig in seinen Formulierungen. Der stellvertretende Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, der auch für den Wochenmarkt zuständig ist, spricht deshalb von „ersten Überlegungen“, von Ideen, die erst ausführlich diskutiert und dann in den zuständigen Gremien beschlossen werden müssten. Die Rede ist von sanften Korrekturen an der geltenden Marktordnung, die in der aktuellen Fassung immerhin seit 1972 gilt. So kann sich Hinkelbein etwa vorstellen, dass man die Öffnungszeiten um eine halbe Stunde nach hinten verschiebt.

Angebot auf dem Wochenmarkt

Eine weitere Neuerung, die testweise seit einiger Zeit läuft, betrifft das Angebot auf dem Wochenmarkt. Zwar bestimmt Paragraf 5 der Marktordnung noch, dass der Verkauf und Ausschank von Alkohol nicht erlaubt ist. Doch das Verbot, das bezüglich des Verkaufs von Hochprozentigem ohnehin schon aufgeweicht ist, soll noch weiter gelockert werden. „Wenn die Getränke einen Bezug zur Landwirtschaft und zur Region haben und beim Angebot am jeweiligen Stand nicht im Vordergrund stehen, sollten wir das zulassen“, sagt Werner Hinkelbein; wohl wissend, dass die umliegende Gastronomie ein waches Auge auf eine solche Entscheidung haben würde. Er verweist auf die guten Erfahrungen mit dem Ausschank von Apfel-Secco und dem Verkauf von edlen Schnäpsen. Auf keinen Fall, betont Hinkelbein, soll es reine „Fress- und Saufstände wie auf dem Wochenmarkt auf der Konstabler in Frankfurt“ geben.

Ganz vermintes Terrain sind die Gebühren für die Beschicker: Die wurden vor fast 30 Jahren festgesetzt und bewegen sich je nach Angebot zwischen 2,05 und 2,40 Euro pro Quadratmeter und Tag. Es gibt Stimmen, die eine moderate Anhebung für notwendig halten. Werner Hinkelbein will sich dazu offiziell nicht äußern.

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