Uwe Czupalla übernimmt Aufgaben von Helmut Geyer

Neuer Chef für Handwerkerschaft

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Uwe Czupalla ist Geschäftsstellenleiter der Offenbacher Kreishandwerkschaft.

OFFENBACH - Die Kreishandwerkerschaft Offenbach hat einen neuen Chef: den 52-jährigen Uwe Czupalla aus Seligenstadt. Er hat Anfang März die Nachfolge des langjährigen Geschäftsführers Helmut Geyer angetreten. Czupalla wird heute offiziell vorgestellt.

Mit dem Stabwechsel ändert sich auch die Struktur in der Handwerkerschaft. Czupalla ist bei der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main angestellt. In Offenbach hat er die Funktion eines Geschäftsstellenleiters. Er erfülle den Job aber mit allen Rechten und Pflichten eines Geschäftsführers, sagte Czupalla unserer Zeitung.

Es habe auch Bewerbungen von außerhalb gegeben, erklärte Kreishandwerksmeister Wolfgang Kramwinkel. Die Handwerkerschaft habe Czupalla aber den Vorzug gegeben, weil er aus der Region stamme. Er sei ein Mann aus der Wirtschaft, der viel mit Finanzen zu tun hatte. Eine von Czupallas wichtigsten Aufgaben sieht Kramwinkel in der Akquise von neuen Mitgliedern für die Kreishandwerkerschaft.

Czupalla, im Seligenstädter Vereinsleben verwurzelt, war eigenen Angaben zufolge etwa 20 Jahre lang in verschiedenen leitenden Funktionen unter anderem für Konzerne wie Siemens tätig. Die vergangenen fünf Jahre war er für die Fertigung der Firma Hema Maschinen- und Apparateschutz GmbH in Seligenstadt zuständig.

Nur noch etwa 600 von einst rund 1 600 Betrieben in Stadt und Kreis Offenbach seien derzeit Mitglied in einer der Innungen unter dem Dach der Handwerkerschaft, berichtet Czupalla. Es gelte den Negativtrend der letzten Jahre zu stoppen und eine Trendwende einzuleiten. Dies solle vor allem mit einem „bedarfsgerechten Dienstleistungsangebot“ rund um alle Gewerke des Handwerks erreicht werden. In diesem Zusammenhang wünscht Czupalla sich „eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Innungen und einen offenen Austausch, um gemeinsam die Interessen des Handwerks in wirtschaftlicher, sozialer und gewerblicher Hinsicht gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung zu fördern und nach Kräften zu unterstützen“. Ziel sei es, „das Handwerk zu stabilisieren und hoch zu halten“.

Einen weiteren Schwerpunkt seiner Tätigkeit sieht der neue Chef der Handwerkerschaft in einer „Reformierung und Optimierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung“. Es gelte die „Zukunftsfähigkeit des Handwerks“ zu erhalten.

ku

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