Neues System soll besser zum Stadion leiten

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Offenbach - Beim ersten Regionalliga-Heimspiel der Kickers hat es trotz Presse-Ankündigung zu Erstaunen, teils auch Ärger geführt: In der neuen Saison wird für das Parken auf dem Gelände am Ende der B448 kassiert.

So auch heute, wenn es im Spardabank-Hessen-Stadion gegen Baunatal (Anpfiff: 14 Uhr) geht. Fans, die ihre Autos dort abstellen wollen, sollten drei Euro bereit halten, die von dem dort neuerdings tätigen Sicherheitspersonal erbeten werden. Laut Dr. Andreas Kleinschmidt, Insolvenzverwalter der OFC-Profi-GmbH, fließen die Einnahmen unmittelbar in den Spielbetrieb.

Ab Ende November solle es dann auch ein neues Parkleitsystem zum Stadion geben. Wie Stadtsprecher Matthias Müller bestätigt, werden für 50 000 Euro neue Tafeln angeschafft und montiert. Die bisherigen seinen zu klein, entsprächen nicht mehr gültigen DIN-Normen und nutzten ein eher verwirrendes Farbsystem.

Die CDU begeistert sich über „späte Einsicht des Magistrats“. Wie die Stadtverordnete Eleonore Glaesner betont, werde damit eine schon ältere Forderung der Union erfüllt: „Wir freuen uns über unsere Kinder, auch wenn sie aus anderer Leute Fenster schauen.“

Sie und Fraktionsschef Peter Freier hatten mehrfach Anfragen zum Thema Parken rund ums Stadion gestellt. Der Magistrat aber habe regelmäßig die ausreichende Anzahl der Stellplätze und seine Bemühungen zur Vermeidung von Belästigungen der Anwohner gelobt.

Die Christdemokraten haben nun die Hoffnung, dass bald die Stadion-Nachbarschaft, beispielsweise am Waldpark oder am Bierbrauerweg, von überflüssigem Suchverkehr verschont bleibt. „In seiner Begründung folgt der Magistrat genau unserer Argumentation“, hebt Eleonore Glaesner hervor. Durch die überraschend, aber erfreulich hohe Besucherzahl bei den Kickers-Spielen in der neuen Saison sei es auch höchste Zeit, hier Abhilfe zu schaffen.

Ende Oktober geht es mit der Umrüstung los. An 21 Standorten werden 65 neue Schilder installiert. Sie sollen eine „kontinuierlich gebündelte Routenführung zum Stadion“ herstellen. Für den Bieberer Berg stehen acht offizielle Parkplätze zur Verfügung, die 3180 Stellflächen bieten – zum Teil, siehe oben, jetzt auch kostenpflichtig. Aber noch teurer kann’s für Fans werden, die Parkverbote in Bieber ignorieren oder Einfahrten zustellen. Der Appell der Stadt geht ohnehin dahin, für die Anreise zu Kickers-Spielen die S-Bahn oder Busse zu nutzen. J tk

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