Neujahrsvarieté im Capitol

Mehr Glamour für Offenbach

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Kulturamtsleiter Ralph Philipp Ziegler (links) und Capitol-Chefin Birgit von Hellborn haben bei der Programmvorstellung Spaß mit Gentlemanjongleur Jeton.

Offenbach - Jongleure, Artisten und Magier im edlen Ambiente des Capitols – so lautet das Rezept fürs Neujahrsvarieté, das am 10. Januar in seine dritte Auflage geht. Von Veronika Schade 

Offenbach bringt gemeinhin niemand mit Glanz und Glamour in Verbindung. Ein Ansatz, einen Hauch von nobler Champagnerstimmung im festen Veranstaltungskalender zu etablieren, ist das Neujahrsvarieté im Capitol, das am 10. Januar zum dritten Mal internationale Jongleure, Artisten und Magier an den Main holt.

„Die Stadt hat in den letzten Jahren ihr Selbstbewusstsein in puncto Glamour und Festlichkeit deutlich verbessert“, findet Kulturamtsleiter Ralph Philipp Ziegler. Zu verdanken sei dies vor allem dem Capitol, einem „charismatischen Ort mit Geschichte und Ausstrahlung“. Das Neujahrsvarieté wurde eigens für diesen Ort konzipiert. „Der große Saal mit seiner Kuppel und den Figurinen hat eine Atmosphäre des Außeralltäglichen“, lobt Ziegler. Die Kunstform des Varieté passe genau dahin. Und mit dem erfahrenen Veranstalter Harry Thyssen habe man den richtigen Partner für solche Aufgaben.

650 Karten im Verkauf

Mit der Resonanz in den ersten beiden Jahren zeigen sich der Kulturamtsleiter und Capitol-Chefin Birgit von Hellborn zufrieden. Die Plätze mit guter Sicht waren ausverkauft. Für die nächste Auflage gehen 650 Karten in den Verkauf. „An ein paar Stellschrauben haben wir noch gedreht“, so die Verantwortlichen. Aus Sichtgründen werden einige Plätze gesperrt. Das Programm, dessen sind sie sich sicher, wird zünden.

Sieben Künstler beziehungsweise Ensembles werden zu sehen sein, alle mit internationaler Erfahrung. Die Moderation übernimmt Bert Rex, ein gebürtiger Sachse, der seinen Akzent ebenso geschickt einsetzt wie seine Zauberkenntnisse und gekonnt Brücken zwischen den Nummern schlägt. Anmutig wird die tänzerisch-artistische Aufführung des Duos Leya aus der Ukraine, der die Gesetze der Schwerkraft scheinbar nichts anhaben. Maskuline Kraft und Lässigkeit wiederum verkörpert Robert Choinka, der für modernes Varieté steht und Balance auf Autoreifen zeigt.

Neujahrsvarieté im Capitol 2013

Fotos

Ebenfalls ein Hingucker vor allem fürs weibliche Publikum ist Thomas Seitel mit seiner Luftakrobatik-Show. Sein durchtrainierter, von Bändern in der Luft gehaltener Körper ziert die Werbeplakate fürs Neujahrsvarieté. Seine Darbietung wird von einer Live-Sängerin begleitet.

Sebastian und Kristina aus Ungarn wechseln in einer „Quickchange“-Show beim Tanzen in kürzester Zeit ihre Kleidung. Auch bei Paul Klain verschwimmen Magie und Technik, wenn er seine Ringe kreisen lässt. Der Künstler Jeton zeigt klassisches Varieté der 20er Jahre in einer Form, die es heute nur noch selten gibt – er ist Gentlemanjongleur. In Smoking und Fliege bezieht er alltägliche Gegenstände in seine Kunststücke ein, balanciert einen Gehstock auf einer Zigarre, den Hut obenauf.

„Wir wollen, dass der Abend für alle erschwinglich ist“, sagt Ziegler. Es werde nicht in großem Stil dafür geworben, das spare Kosten. Gentlemanjongleur Jeton stimmt zu: „Wenn man sich die Varietépreise in Deutschland anschaut, ist das hier ein unschlagbares Angebot.“

Karten zum Preis von 18 bis 24 Euro gibt es ab heute an den bekannten Vorverkaufsstellen und unter 069/8065-2052.

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