Gastronomie

Traditionskneipe in Offenbach: Das „Salzgässchen“ hat einen neuen Betreiber

Das Salzgässchen-Team: Der neue Betreiber Klaus Groß mit Dijana Bogdanovic (links) und Slavica Brkovic, den Servicekräften seines Vertrauens.
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Das Salzgässchen-Team: Der neue Betreiber Klaus Groß mit Dijana Bogdanovic (links) und Slavica Brkovic, den Servicekräften seines Vertrauens.

Das Salzgässchen ist eine Institution in Offenbach. Das Lokal hat nun einen neuen Betreiber. Für diesen ist es eine Herzensangelegenheit.

Offenbach – Für Klaus Groß ist es ein bisschen wie nach Hause kommen. In Offenbach ist er geboren und aufgewachsen, hat die Schule besucht, Fußball gespielt. Zwar hat er seinen Lebensmittelpunkt längst ins bayerische Niedernberg verlagert. Doch auch über die Jahre hinweg ist Offenbach für den 49-Jährigen wichtiger Bezugspunkt geblieben. Seine Eltern leben hier, auch seine Schwester, die künftige grüne Bürgermeisterin Sabine Groß.

Schon lange hegt Klaus Groß darum den Wunsch, neben den vier Gaststätten, die er und seine Familie bereits betreiben, auch ein Lokal in Offenbach zu eröffnen. Und dann war es plötzlich soweit. Die vorherigen Betreiber der Traditionskneipe „Zum Salzgässchen“ an der Bieberer Straße, nur einen Steinwurf vom Wilhelmsplatz entfernt, hörten auf. Bekannte erzählten Klaus Groß davon. Die perfekte Gelegenheit.

„Salzgässchen“ in Offenbach: Klassische Bierkneipe im Familienbetrieb

„Unsere Lokale liegen alle entlang des Mains, da ist Offenbach als Standort natürlich eine tolle Ergänzung“, sagt der Gastronom. In Niedernberg, Elsenfeld und Obernberg betreiben Klaus Groß und seine Familie unter dem Firmennamen Groß-Gastronomie vier Läden mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung. Im Alltagsgeschäft packen alle auf die eine oder andere Art mit an: die Großeltern, die Tochter und die vier Söhne, deren Freundinnen. Die Geschäftsführung des Familienbetriebs teilt sich Klaus Groß mit seiner Frau und dem ältesten Sohn.

Das Salzgässchen soll auch künftig von seinem urig-bodenständigen Charme leben, eine klassische Bierkneipe. Klaus Groß wünscht sich, dass das Salzgässchen zu einem richtigen Treffpunkt wird in der Stadt. Morgens zum Frühschoppen, nachts für einen Absacker, wenn alles andere schon längst dicht ist. „Ohne Schickimicki, aber trotzdem gepflegt“, sagt er. Ihm und seinem Team sei es wichtig gewesen, den Charakter der Traditionskneipe beizubehalten. Trotzdem standen einige Renovierungsarbeiten an, bevor es los gehen konnte.

„Salzgässchen“ in Offenbach bekommt neue Einrichtung

So bekam das Salzgässchen, das mittlerweile immerhin an die 30 Jahre auf dem Buckel hat, erst einmal neue Böden und Polster für die Sitzmöbel, auch Kühl- und Schankleitung wurden erneuert. Seit gut zwei Wochen läuft der Betrieb nun. Der Ansturm hält sich noch in Grenzen. „Es geht verhalten los, aber jeden Tag kommen mehr Leute“, erzählt Klaus Groß. Dass es am Anfang nicht leicht werden würde, damit habe er aber gerechnet. Trotzdem habe er keine Angst davor gehabt, mitten in der Pandemie ein Lokal zu eröffnen. „Dadurch, dass wir seit Jahren gut laufende Betriebe haben, können wir auch mal eine längeren Flaute überstehen.“ So sei es für die Groß-Lokale zum Glück kein Problem gewesen, die Mitarbeiter auch durch die Pandemie hinweg zu halten. Das liegt, davon ist Klaus Groß überzeugt, aber vor allem auch daran, dass es einen großen Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft gibt. „Wir sind eben ein richtiger Familienbetrieb.“

Auch im neu eröffneten Salzgässchen setzt Groß darum auf familiäre Atmosphäre. Die steht und fällt mit dem Personal. Er geht davon aus, dafür die beiden richtigen Frauen gefunden zu haben. Dijana Bogdanovic und Slavica Brkovic schmeißen gemeinsam mit dem Chef den Laden, zapfen Bier, bedienen, kümmern sich von früh bis spät um die Gäste. Beide sind erfahren in der Gastronomie. Slavica Brkovic hat schon bei den vorherigen Betreibern im Salzgässchen gearbeitet. „Seit gut fünf Jahren“, erzählt sie. Die Stammkunden kennt sie darum gut, ist sich sicher, dass die auch weiterhin kommen werden.

Trotz all des Altbewährten hat Klaus Groß aber auch einige Neuerungen auf dem Zettel, mit denen er künftig auch etwas frischen Wind ins Salzgässchen bringen möchte. Einmal im Monat plant er etwa einen Bingo-Abend. „Moderiert von Bingo-Arthur, das kommt in unseren anderen Lokalen super an.“ Außerdem will er eine Schlagernacht einführen. Geschäftsführer Klaus Groß ist überzeugt von seinem Konzept für die Kneipe an der Bieberer Straße. „Ich bin mir ganz sicher, dass dieser Laden laufen wird.“ (Lena Jochum)

Auch ein anderes Traditionslokal in Offenbach hat einen neuen Anstrich bekommen.

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