Noch besser wären eigentlich nur zwei Tage

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Dämmerung, Lichterglanz, Budenzauber - Garanten für Weihnachtsmarktfreuden.

Offenbach (man) - Zwei Tage Bürgeler Weihnachtsmarkt auf dem Dalles? Ein schöner Traum. Und einer, der ein Traum bleiben wird. Nicht, dass es nicht genug Publikum gäbe.

Aber würde der Zauber über den Samstag hinausgehen, sagt Christine Ohlig, könnten die Organisatoren von „Pro Bürgel“ die Buden erst am Montag nach Heusenstamm fahren, von wo sie entliehen sind. „Und Zeit hätte dann niemand“. Außerdem brauche einer der Gönner seine Fahrzeuge - die Autoverwertung Fröhlich, mit deren Ladern die vielen Helfer die Buden chauffieren.

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Und überhaupt, die Sponsoren... Den Weihnachtsbaum zu besorgen, das sei zwar kein Problem. „Den spendiert eine Privatperson“, sagt Michel Maier, der Vorsitzende von „Pro Bürgel“. Das Gewächs aber so aufzustellen, dass es auch schärferem Wind trotzt, bedürfe des fachlichen Beistands von Gartenbau Jöst. Maier lobt auch die Unterstützung der Anwohner, „obwohl wir denen Parkplätze wegnehmen“. Dennoch brächten einige Kaffee vorbei, „wenn wir aufbauen“. Samstagmittag geht es los, neun Stunden später fällt der Hammer. Dazwischen drängen sich die Leute an den 28 Ständen. Aus den Standgebühren finanziert der Verein Aktionen wie die Verlegung von „Stolpersteinen“.

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Der Markt lohnt für alle. Etwa für den Förderverein der Uhlandschule. Er verkauft hier, was Schulkinder während der Projektwoche gebastelt haben. Bei „Eso und Angela“ gibt es Erbsensuppe, Würstchen, heißen Slibowitz. Die früheren Bürgeler Gastronomen kommen aus alter Verbundenheit für den einen Tag zurück. Ein besonders Elixier bietet Traudel Simon-Kutscher an, einen Sud „aus einem konzentrierten Rosenblütenauszug“. Alles eigener Anbau.

Ein paar enttäuschte Gesichter gibt es in diesem Jahr aber auch. Viele haben sich auf eine kulinarische Spezialität der Jäger gefreut - die Wildsuppe. „Manche bringen Gefäße mit, um sich mehrere Portionen abfüllen zu lassen“, beobachtet Michael Maier sonst. Aber in diesem Jahr müssen sie ihre Keramik wieder leer nach Hause tragen. Im Vorfeld war technisch etwas schief gegangen. Aber es bleibt ja die Hoffnung aufs nächste Jahr.

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