Polizei sucht Zeugen

Nötigung im Kaiserlei: Szenen in Wildwestmanier

Offenbach - Wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung sowie wegen Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen ermitteln die Beamten des 2. Polizeireviers.

Vorausgegangen sind im Kaiserleikreisel und in der Strahlenbergerstraße Szenen in automobiler Wildwestmanier. Bislang stellt sich das laut polizeilichem Protokoll recht undurchsichtige Geschehen momentan so dar: Am Donnerstagabend gegen 18.40 Uhr fädelt sich ein schwarzer VW Touareg (OF-Kennzeichen) in den Verkehr des Kaiserleikreisels ein. Der in Mespelbrunn wohnende Fahrer eines weißen Audi A1 (KS-Kennzeichen) berichtet der Polizei, die geländewagenartige Karosse sei seinem Auto über die Fahrspurbegrenzung hinweg gefährlich nahe gekommen.

Was der 36-Jährige zunächst als Fahrfehler interpretiert, stellt sich für ihn dann als Absicht heraus: Offenbar sollte er erneut abgedrängt werden; die beiden Touareg-Insassen hätten wild gestikuliert. Als er auf ihnen auf der Strahlenberger gefolgt sei, seien aus dem VW Gegenstände geflogen, die sein Blech beschädigt hätten. Die Kontrahenten bremsen ab, der Beifahrer springt aus dem noch rollenden Touareg; auch der Audi hält... Die Polizei nimmt später auf, dass der junge Mann aus dem VW gegen die Tür des Audi gespuckt und getreten hat.

Wie die Beamten im Anschluss ermitteln können, ist der Touareg in Langen von einem Mann in Offenbach gemietet worden. Als Fahrer vernommen wird dessen 27-jähriger Bruder. Vom ebenfalls rabiaten Beifahrer gab es gestern keine Daten, ebenso wenig von der Begleiterin des Audi-Fahrers.  Die Polizei sucht nun Zeugen, die am Donnerstagabend im Kaiserleikreisels sowie auf der Strahlenbergerstraße und der in Frankfurt anschließenden Gerbermühlstraße unterwegs waren: Wer Beobachtungen zu auffälligen Fahrmanövern und Behinderungen der Beteiligten gemacht hat, meldet sich unter der Nummer 069/8098-5200. (tk)

Rubriklistenbild: © dpa

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