Angebot erstmals in Offenbach

Lebensgefährliche Kälte – Stadt bietet Notübernachtung für Obdachlose

Hilfe bei klirrender Kälte: Für Obdachlose gibt es seit gestern Übernachtungsmöglichkeiten in der Teestube der Diakonie in der Gerberstraße.
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Für Obdachlose gibt es seit gestern Übernachtungsmöglichkeiten in der Teestube der Diakonie in der Gerberstraße.

Wegen der Eiseskälte wird erstmals in Offenbach eine Winternotübernachtung in der Teestube an der Gerberstraße 15 angeboten.

Offenbach - Insgesamt sechs Personen – Männer, Frauen oder Paare – können dort zwischen 20 und 6.30 Uhr übernachten. Die Aufnahme erfolgt direkt in der Teestube der Diakonie, wer übernachten möchte, meldet sich dort zwischen 20 und 22 Uhr für die Nacht an. Das Diakonische Werk kooperiert als Anbieter dabei mit der Caritas und den Maltesern, unterstützt wird es zudem von der ökumenischen Initiative „Essen und Wärme für Bedürftige“.

„Extreme Kälte setzt derzeit den Obdachlosen erheblich zu, sie stellt für die Menschen auf der Straße eine erhebliche Gefahr dar“, so Bürgermeister und Ordnungsdezernent Peter Freier. Da die Diakonie das Angebot in Kooperation mit der Caritas Offenbach und den Maltesern nur bis Ende Februar über Spenden stemmen könne, werde die Stadt die Winternotübernachtung bis in den März hinein finanziell absichern, verspricht Freier.

Offenbach: Wichtiges Angebot für Wohnungslose – Schnelle Hilfe bei Eiseskälte

„Als Träger der Wohnungsnotfallhilfe in Offenbach sind wir sehr froh, in dieser Kälte in Kooperation mit dem Caritasverband, der Initiative Essen und Wärme, den Maltesern und der Stadt dieses neue Angebot machen zu können“, sagt Dr. Michael Frase, Leiter des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach. Die Fachleute der Diakonie gehen davon aus, dass sich das neue Angebot, das strikt die pandemiebedingten Hygiene-Regeln einhält, in der Szene herumsprechen wird. So haben etwa auch die Krankenschwestern der Caritas-Straßenambulanz Offenbach bereits Obdachlose informiert.

Isomatten, Schlafsäcke, warmer Tee und Gebäck werden vom Sozialdienst Offenbach Wohnungsnotfallhilfe den Übernachtungsgästen angeboten. „Wir wollen mit unserem Angebot dazu beitragen, dass sich wohnungslose Menschen in Offenbach nicht unterkühlen, Erfrierungen erleiden oder gar sterben“, sagt Diakonie-Leiter Frase. „Ganz herzlich möchten wir uns bei den Spenderinnen und Spendern bedanken, von deren Spenden bereits Hotelübernachtungen, Fahrkarten und jetzt auch dieser Start finanziert werden kann“, betont Caritas-Direktorin Christiane Leonhardt-Içten. Dem Dank schließt sich der Offenbacher Ordnungsdezernent an und bezieht dabei die beteiligten sozialen Träger ausdrücklich mit ein. Bürgermeister Freier ergänzt: „Das Ordnungsamt wird die Diakonie während des Winternotprogramms begleiten und die erforderliche Unterstützung leisten.“

Offenbach: „Alle werden kostenfrei behandelt“ – Gefährliche Jahreszeit für Wohnungslose

Zu denen, die sich ebenfalls um die Obdachlosen kümmern, gehört die seit April 2019 in Offenbach existierende „Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung“. „Unser Hilfsangebot richtet sich auch an obdachlose Menschen und wird von diesen auch von Beginn an wahrgenommen“, berichtet Koordinatorin Gabriele Türmer. Mehrere Obdachlose befänden sich in Dauerbehandlung, viele kämen je nach Bedarf. Türmer: „Alle werden kostenfrei behandelt und es werden, sofern erforderlich, auch die Kosten fachärztlicher Weiterbehandlungen, in Ausnahmefällen auch Krankenhausaufenthalte finanziert. Weiterhin ist es uns in einigen Ausnahmefällen sogar gelungen, einige der Hilfesuchenden in reguläre Versicherungsverhältnisse zurückzuführen.“

Mit der Caritas-Straßenambulanz, der Teestube der Diakonie, der ökumenischen Aktion „Essen und Wärme“ und mit Christine Sparr von der „Tafel Offenbach“ bestehe ein reger und regelmäßiger Austausch, erläutert die Koordinatorin. Die obdachlosen Menschen würden sowohl in der Malteser-Praxis als auch bei den genannten Partnerorganisationen von den entsprechenden Angeboten erfahren. „Die ,Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung Offenbach’ zählt zu den Organisationen, die obdachlosen Menschen das ganze Jahr über, in dieser kalten und für sie besonders gefährlichen Jahreszeit aber besonders, konkrete Hilfe leisten“, betont Gabriele Türmer. (mad/pso)

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