OB-Kandidatin im Kurzreisefieber

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30 Interessierte begleiteten Birgit Simon beim Rundgang.

Offenbach (mcr) - Der Wahlkampf um den am 4. September zu vergebenden Offenbacher Oberbürgermeistersessel weckt in manchem Kandidaten das das Kurzreisefieber. Vor allem Birgit Simon, Bürgermeisterin mit dem Willen zum Aufstieg, tourt in diesen Wochen durch die Stadtteile.

Jüngste Etappe, diesmal organisiert von Simons Grünen-Parteifreundin Sabine Grasmück-Werner als Vertreterin der Wählerinitiative „Pro Simon“: das Westend.

Das Viertel käme als Empfänger von Zuschüssen aus europäischen und staatlichen Förderprogrammen für Problemquartiere bedürftiger Städte bekanntlich nicht in Frage. Es ist ein breites Mittelschicht-Spektrum, das dort lebt; hier sind andere Lösungen gefordert als etwa im Nordend oder im Lauterborn.

Und sei es in Form des kürzlich verlegten Stromanschlusses am Musikpavillon im Dreieichpark. Der macht es Veranstaltungsreihen wie „Musik im Park“ leichter. Das Erasmus-Bildungshaus im Dreieichring wiederum - auf den Ganztagsbetrieb ausgerichtete Privatschule plus Kita plus Krabbelstube und dreisprachigem Konzept - macht es Eltern leichter, Sympathien für die Offenbacher Bildungslandschaft zu entwickeln.

Auf dem Spielplatz gleich gegenüber sprach Simon über den städtischen Spielplatzrahmenplan und am Altbau der Leibnizschule über das Schulsanierungspaket.

Nachholbedarf bei Einrichtungen für Demenzkranke

Als Beispiel für gelungene Privatinitiative nannte sie das „Kinderhaus Wirbelwind“ in der Geleitsstraße. Viele kleinere Kitas, Horte und Krabbelstuben in Offenbach werden vom Verein „Krabbelstubb“ betrieben, machten das Betreuungsangebot flexibler und attraktiver. Nur wenige Schritte vom „Wirbelwind“ entfernt entstehe zudem bald Offenbachs erstes Demenzzentrum. Es wird von der Hans und Ilse Breuer-Stiftung nach Offenbach geholt. Fragen der Rundgänger zeigten, dass es beim Umgang mit Demenzkranken noch erheblichen Nachholbedarf bei den klassischen medizinischen Einrichtungen gibt. Da könne, glaubt Simon, das Demenzzentrum mit seinen Fortbildungsangeboten bald viel Gutes bewirken.

Einen halben Häuserblock weiter, in der Ludwigstraße, informierte die Kandidatin über das kürzlich eröffnete Altenwohnheim „Domizil“.

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