40.000 Autos am Tag

Kapazitätsgrenze am Odenwaldring fast erreicht

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Der Blick aus der Hochhaus-Perspektive macht die Breite und Bedeutung des Odenwaldrings deutlich.

Offenbach (hs) - Der Odenwaldring ebnet Autofahrern seit 50 Jahren den Weg: Von Osten nach Westen und umgekehrt können sie Offenbach zügig passieren.

Die 1962 freigegebene Strecke – zunächst 1350 Meter von der Waldstraße bis zur Sprendlinger Landstraße – wurde 1965 durch den Abschnitt zwischen der Buchhügelallee und der Waldstraße sowie der Teilstrecke mit dem Anschluss Frankfurt ab der Sprendlinger Landstraße komplettiert. Die Fahrbahn ist 13 Meter breit, mit begrüntem Mittelstreifen und Bürgersteigen 30 Meter.

Dabei hat der Odenwaldring seine Bedeutung für den Stadtverkehr nach und nach gesteigert – bis an die Kapazitätsgrenze. 1981 gingen Planer von einem Verkehrsaufkommen von durchschnittlich 25.700 Kraftfahrzeugen aus, während 1998 bereits 38.600 den Odenwaldring beanspruchten. Nach Angaben der Verkehrsplanung Offenbach habe sich die Anzahl der Pkw seitdem nicht gravierend verändert: „Anfang der 90er Jahre wurde im Zuge des S-Bahn-Baus die Berliner Straße von vier auf zwei Spuren zurückgebaut. Damit hatte die Südumfahrung über den Odenwaldring enorm an Bedeutung gewonnen“, so Klaus Dallmann.

Verkehrsaufkommen auf dem Odenwaldring

Bei welchem Verkehrsaufkommen der Odenwaldring sein Maximum erreicht hat, kann auch die Verkehrsplanung nicht exakt beziffern: „Liegt die Höchstgrenze bei 40.000? Sie könnte im Berufsverkehr auch darüberliegen.“ Man müsse aber beachten, dass die Zahl deutlichen Schwankungen unterliege. So sei der Odenwaldring an einem Dienstag mit 37.600 im Vergleich zum Donnerstag mit 38.500 (Stand: November 2004) unterschiedlich ausgelastet.

Schlecht steht es um den Verkehr erst, wenn die Autobahn verstopft ist oder aber die Fahrbahndecke erneuert wird. Handlungsspielraum zur Entlastung existiert kaum: „Es besteht nur die Möglichkeit, über die Ampelschaltung einige Sekunden herauszuholen – aber auf Kosten der Nebenstraßen.“

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