Gegentribüne muss ersetzt werden

Offenbach (mk) - Leider hat er den großen Erfolg nicht mehr erlebt - doch verdienen die Verdienste von Waldemar Klein ums neue Stadion Beachtung.

Ganz klar: Ohne das rührige, aber stetige Werben und Bohren des verstorbenen OFC-Ehrenpräsidenten Waldemar Klein – etwa der flammende Appell vor den Offenbacher Stadtverordneten – wäre es mit dem Bau des neuen Stadions zum jetzigen Zeitpunkt wohl nichts geworden. Und das will am Ende der Veranstaltung einer der Kickersfans weithin sichtbar und auf ewig im Neubau gewürdigt wissen – am liebsten mit der Erhaltung der Betonkonstruktion: „Ist denn inzwischen ein Statik-Gutachten erstellt?“

Fotos vom neuen Stadion:

So sieht das neue Stadion aus

Irritation auf dem Podium, größtenteils aber auch in der Halle. Selbst ein lautes „Pfui“ bringt Thomas Kalt nicht aus der Ruhe. Der OFC-Geschäftsführer stellt klar: Der Ausbau der künftigen Gegengeraden mit 8.300 Stehplätzen ist alternativlos. Die heutige Tribüne mit dem zentralen Block 2 ist lediglich für 6.500 zugelassen.

„Alles andere, so auch das Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg, läuft nur über Ausnahmegenehmigungen. Wir wissen nicht, wie lange die Deutsche Fußball Liga (zuständig für Spielbetrieb und Lizenzierung der 1. und 2. Bundesliga, d. Red.) das mitmacht. Das ist jetzt endlich zu akzeptieren.“ Selbstverständlich trägt auch die neue Stehtribüne den Namen des Ehrenpräsidenten.

Kein Herzenswunsch, aber Notwendigkeit

Natürlich gibt’s am Abend einige Lacher. Besorgt ist ein Zuhörer, ob im neuen Stadion ausreichend Plätze für die Fans des jeweiligen Gastvereins zur Verfügung stehen? „Das ist doch ...egal“, heißt’s gewohnt herzhaft ein paar Reihen weiter. Was ist mit einer Anzeigetafel? „Ist natürlich berücksichtigt. Wir denken an eine Videowand. Die kostet 200.000 Euro“, so Peter Walther. Entscheidend ist die Frage des Standorts. „Na, am besten über‘m Gästeblock.“ Unbehagen oder Murren löst die Ankündigung aus, dass eine komplette Polizeistation in die Haupttribüne integriert ist – mit zwei Arrestzellen. „Kein Herzenswunsch der Polizei, aber eine Notwendigkeit“, so Dr. Heiner Perschers (Institut für Sportstättenberatung). „Buh!“

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Kapazität ist bereits erhöht

Ob’s die Planer extra so gemacht haben: Diese liegen deutlich näher am Gästeblock als an den Stehrängen der Rot-Weißen. Dann geht’s um die elf Kioske und ein mögliches bargeldloses Kassensystem. Wird „uff de Kickers“ – in Anlehnung an den Schalker Knappen – ein Offenbacher Spartaner eingeführt? Sparda-Bank-Hessen-Vorsitzender Jürgen Weber nimmt’s gelassen: „Uns sind Euro lieber...“ Thomas Kalt: „Chipkarten schließen das Bargeld nicht grundsätzlich aus.“

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