ESO wird unerwartet hohe Rückstellungen abschmelzen

Abwassergebühr sinkt

Offenbach - Das ist doch mal eine gute Nachricht: Für viele  Gebührenzahler könnte es in Sachen Abwasser ab dem kommenden Jahr günstiger werden. ESO und Stadt planen die Senkung der Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser.

Grundlage der neuen Gebührenkalkulation ist die 2010 eingeführte gesplittete Abwassergebühr, welche die Gebührensystematik in Offenbach grundlegend änderte, heißt es in einer Mitteilung des Stadtdiensleisters ESO. Die damalige Gebühr war auf fünf Jahre kalkuliert. Entgegen den Annahmen aus dem Jahr 2010 haben sich einige Faktoren über die Jahre jedoch anders entwickelt als angenommen, was sich in den nächsten Jahren positiv auf die Portemonnaies der Gebührenzahler auswirken könnte. Faktoren sind zum Beispiel eine Gutschrift des Klärwerks Frankfurt in Höhe von 440.000 Euro oder auch das sehr günstige Zinsniveau, durch das geplante Finanzierungskosten nicht angefallen sind. Durch diese und weitere Faktoren entstanden Gebührenausgleichsrückstellungen in Höhe von 11,6 Millionen Euro, die innerhalb der nächsten fünf Jahre abgeschmolzen werden sollen.

Weshalb der ESO vorschlägt, die Abwassergebühr durch Entnahme aus den Rückstellungen, wie folgt zu senken: Die Gebühr für Schmutzwasser soll um 23 Prozent von ehemals 1,97 auf 1,52 Euro pro Kubikmeter gesenkt werden. Bei der Gebühr für Niederschlagswasser ist eine Reduzierung um etwa 18 Prozent vorgesehen – von jährlich ehemals 0,87 auf 0,71 Euro pro Quadratmeter befestigter Fläche, die Wasser in den Kanal ableitet. In seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch stimmte der Magistrat für die Gebührensenkung, so dass diese im nächsten Schritt dem Haupt- und Finanzausschuss sowie der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt wird. (mad)

Kanal-Inspektion in Offenbach

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