Aktion „Offenbacher sind überall“

Von Sölden bis Rio

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Lokalpatiotismus auf der Brust: Alexander Geyer und Lukasz Krotkiewicz. Mit Robert Wiech hatten sie die Idee, auf ihrer Internet-Seite dokumentieren sie es mit Bildern und freuen sich über die Resonanz. 1178 „Gefällt mir“-Angaben sind registriert.

Offenbach - „Offenbacher sind überall“: Auf einer Internet-Seite dokumentieren zwei Offenbacher es mit Bildern und freuen sich über die Resonanz. 1178 „Gefällt mir“-Angaben sind registriert. Von Martin Kuhn

An Offenbacher Lederwaren kam jahrzehntelang keiner vorbei. Produkte aus lokalen Manufakturen – wie etwa der 1889 gegründeten Firma Karl Seeger – hatten Weltruf. Der ist verklungen. Trotzdem gibt’s überall Offenbacher. Das erfahren Alexander Geyer, Lukasz Krotkiewicz und Robert Wiech immer wieder. Daraus entstand vor fünf Jahren die Idee zu „Offenbacher sind überall“.

„Wir Offenbacher müssen doch zusammenhalten“, sagen Geyer und Krotkiewicz, erhalten dafür während des Kickerstags – sozusagen im Gegenzug – Standrecht beim Fan-Museum. Dort verkaufen sie T-Shirts und verteilen Sticker, die an übliche Ortseingangsschilder angelehnt sind: schwarze Schrift auf gelben Grund. Publik gemacht und geteilt wird dieser Lokalpatriotismus mit enger Verbindung zum Fußball via Internet auf einer Facebook-Seite. Gedanke und Wunsch der Macher: Offenbacher fotografieren die Sticker und gegebenenfalls sich selbst an allen möglichen Orten der Welt. Sicher kritisch zu sehen und von den Initiatoren nicht toleriert: Die selbstklebenden Sticker – in der aktuellen Version mit vier (Weltmeister-) Sternen – dürfen selbstverständlich nirgends dauerhaft und schlecht entfernbar aufgeklebt werden. Aber: „Wir verteilen sie nur...“

Diese Facebook-Gruppe gründeten sie vor zwei Jahren, um Fotos von Orten zu sammeln, die mit einem Aufkleber „Offenbacher sind überall“ markiert sind – in Barcelona, Rio de Janeiro, London, Sölden. Angeregt vom positiven Zuspruch und aus einer Laune heraus haben Alexander Geyer und Lukasz Krotkiewicz nachgelegt mit T-Shirts. Die verschenken die beiden nicht, wollen aber auch kein Geld damit verdienen: „Einen möglichen Überschuss spenden wir für einen guten Zweck...“

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