Künftig nur noch Gewerbe

„Marina Gardens“: Im Hafen entsteht das größte Wohnbauprojekt

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Das Konzept setzt auf verschiedene Wohnungstypen. In verschachtelter Bauweise sind Eigentums- und Mietwohnungen sowie sechs Stadthäuser geplant.

Offenbach - Für das größte und letzte Wohnbauprojekt im Hafen ist gestern der symbolische erste Spatenstich erfolgt. Bis Anfang 2019 entstehen zwischen Nordring und Hafenbecken, in Höhe des Blauen Krans und angrenzend an die Hafenschule, fast 200 Wohnungen. Der Name des Vorhabens: „Marina Gardens“. Von Matthias Dahmer 

Gemessen an der eher monolithischen Struktur auf der anderen Seite des Hafenbeckens sticht das Projekt mit seinen verschiedenen Wohnungstypen, in das Hamburger Investoren 65 Millionen Euro stecken, durchaus hervor. Auf einem 7300 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Nordring und Hafenbecken erstellen die Primus Projektentwicklungen GmbH und ihr Finanzierungspartner Vivum GmbH in verschachtelter Bauweise zum Hafenbecken hin 69 Eigentumswohnungen und sechs Stadthäuser sowie ein Riegelgebäude am Nordring mit 123 Mietwohnungen. Letzteres soll noch während der Bauphase an einen institutionellen Investor verkauft werden.

Investoren und Architekten gestern Vormittag beim symbolischen Spatenstich für „Marina Gardens“.

Für Primus-Geschäftsführer Achim Nagel, dessen Unternehmen den Investorenwettbewerb um das Vorhaben gewonnen hatte, ist der Offenbacher Hafen schon beim ersten Besuch eine „interessante Location“ gewesen, wie er gestern erzählt. Die Lage am Wasser mache das neue Stadtviertel fast schon zu einem „magischen Ort“, schwärmt er. Ein dickes Lob hat Nagel auch für die Offenbacher Bauverwaltung mitgebracht: Die habe für die Baugenehmigung nur drei Monate und vier Tage gebraucht. „Das ist Rekordzeit, das habe ich noch nie erlebt“, sagt der Geschäftsführer, der sich mit seiner Firma auf Projekte in Wasserlage spezialisiert hat.

Insgesamt errichten die Hamburger 15.000 Quadratmeter Wohnfläche. Durch die Grünflächen des Gutsche-Parks und den Radweg vom Hafenbecken getrennt, entstehen auf dem nördlichen Teil des Geländes die Eigentumswohnungen, die sich schon in der Vermarktung befinden, sowie die Stadthäuser. Die Wohnflächen liegen zwischen 50 und 170 Quadratmetern, es gibt direkten Wasserblick und eigenen Garten im Erdgeschoss. Zudem werden in einer direkt angebundenen Tiefgarage 71 Stellplätze errichtet.

Am Nordring beziehungsweise an der künftigen Hafenallee, befindet sich der sechsgeschossige Gebäuderiegel. Er besteht überwiegend aus Ein- und Zwei-Zimmerwohnungen mit etwa 30 bis 65 Quadratmetern. Drei- und Vier-Zimmerwohnungen mit 70 bis 130 Quadratmetern ergänzen das Spektrum. Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich Gastronomie- und Gewerbeflächen. 68 Tiefgaragenstellplätze stehen den Mietern zur Verfügung.

Der Entwurf für „Marina Gardens“ stammt von den Frankfurter Architekturbüros Ilter und bb22. Die Fertigstellung ist zum ersten Quartal 2019 geplant. Das Projekt markiert zugleich das Ende der Wohnbebauung im Hafen. Am Nordring ist auf dem angrenzenden Areal der Neubau der Hochschule für Gestaltung vorgesehen, die weiteren Grundstücke bis zum Hafen 2 seien für Gewerbe reserviert, berichtet Daniela Matha, Chefin der für die Hafenentwicklung zuständigen OPG. Wie es auf der Hafeninsel weitergeht, will sie in zwei Wochen verkünden.

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