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Anton Hofreiter und Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem Wochenmarkt

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Von: Marian Meidel

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Der Bundesfraktionsvorsitzende der Grünen, Anton Hofreiter spricht am gestrigen Freitag mit Marktbeschickern. © mei

Offenbach - Auf den letzten Metern vor der hessischen Landtagswahl holen Grüne und CDU sich Wahlkampf-Verstärkung von der Bundesebene. Von Marian Meidel

Am gestrigen Freitag besuchen Anton Hofreiter, Vorsitzender der grünen Bundestagsfraktion, und CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer den Offenbacher Wochenmarkt. Die Christdemokratin kommt allerdings so spät, dass sie nur noch den Abbau der Stände miterlebt.

Eigentlich hatte der Offenbacher Landtagskandidat Stefan Grüttner ja vor, mit seiner Unions-Kollegin Annegret Kramp-Karrenbauer in Ruhe über den Wilhelmsplatz zu schlendern, mit einigen Marktbeschickern sowie deren Kunden ins Gespräch zu kommen und dabei nahezu beiläufig ein bisschen Wahlkampf zu betreiben. Das wäre wohl selbst angesichts des ursprünglichen Zeitplans ein sportliches Unterfangen geworden: Um 13.30 Uhr hätte Kramp-Karrenbauer ankommen sollen, eine halbe Stunde vor Marktende. Dass sie letzten Endes wegen Verzögerungen bei einem vorangegangenen Termin eine Dreiviertelstunde zu spät kommt, ist der angestrebten Marktbummel-Gemütlichkeit ebenfalls nicht zuträglich.

Der Bundesfraktionsvorsitzende der Grünen, Anton Hofreiter (linkes Foto, Mitte) spricht am gestrigen Freitag mit Marktbeschickern. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer (rechtes Foto) kommt zu spät und erlebt nur noch den Abbau mit. -  Fotos: mei
CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer kommt zu spät und erlebt nur noch den Abbau mit. © mei

„Komm, jetzt gehen wir noch zwei Minuten über den Markt“, sagt Grüttner und lotst die CDU-Generalsekretärin zum Gärtnerei-Stand von Petra Heckelmann. Um 14.15 Uhr gibt es dort nicht mehr viel zu sehen, Heckelmann packt gerade ihre letzten beiden Gestecke ein. „Vorsicht mit dem Trauergesteck, wir wollen ja nicht, dass Sonntag ein Trauertag wird“, scherzt die Marktfrau. Und schon flitzt die CDU zum nächsten Abbau. Ungefähr 15 Minuten dauert der Bummel, für Polit- Gespräche mit Marktbeschickern ist in der Eile keine Zeit – und Kunden gibt’s ohnehin keine mehr. Um 14.30 Uhr verlagern die Christdemokraten sich ins Weinlokal Berdux. Ein Wahlkampftermin im Zeitraffer.

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Regelrecht gemütlich nimmt sich im Kontrast der Marktbesuch von Anton Hofreiter, dem Vorsitzenden der Grünen Bundestagsfraktion, aus. In Begleitung von Stadträtin Sabine Groß und Offenbachs Grünen-Sprecher Wolfgang Malik spaziert er vormittags von Stand zu Stand und sucht das Bürgergespräch.

„Wir haben sieben Sorten Tomaten, sechs Paprika-Arten und drei Auberginen“, berichtet Marktbeschicker Alexander Schartner auf Hofreiters Nachfrage. Bei ihm ist alles aus ökologischem Anbau. Eine „gemischte Tüte“ – zweieinhalb Kilo Tomaten, Paprika und mehr – bekommt man bei Schartner für zehn Euro. „Das ist ein guter Preis“, findet Hofreiter. Schartner: „Wenn man selbst produziert, kann man auch seinen Preis bestimmen.“ Ein Gespräch, wie man es sich als Grüner nur wünschen kann. Hofreiters Fazit: „Da kann keiner mehr sagen, Bio sei teuer.“

Zurück zur CDU. Stefan Grüttner empfängt am Freitagnachmittag zum zweiten Mal Bundesprominenz, nun von Gesundheitsminister Jens Spahn. Mit ihm besucht er um 15.30 Uhr das Ketteler-Krankenhaus – diesmal nicht im Hochgeschwindigkeits-Durchlauf. Bei einer Gesprächsrunde mit Pflegepersonal, Ärzten und Geschäftsführung diskutieren die Christdemokraten über die Herausforderungen des Mediziner-Alltags und potenzielle Lösungen.

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