„Interessante Schule“

Bachschule mit neuem Konzept

Die Bachschule in Offenbach.
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Die Bachschule in Offenbach aus der Luft.

Im Sommer 2020 wird die bisherige Haupt- und Realschule zur Integrierten Gesamtschule (IGS). Neben einem neuen Namen kommt außerdem eine angeschlossene Grundschule hinzu. 

Offenbach – „Der Prozess der Umwandlung lässt einen ganz frischen Wind durch dieses altherwürdige Gebäude wehen“, freut sich Volker Käpernick vom Staatlichen Schulamt bei der Vorstellung des neuen Konzepts für die Bachschule. Dieses wurde innerhalb des vergangenen Jahres von einer zwölfköpfigen Steuerungsgruppe, unter Vorsitz von Michaela Makosz aus der Schulleitung der Bachschule und der Bildungsberaterin Konstanze Schneider, erarbeitet. „Zusammen mit Vertretern des Kollegiums haben wir überlegt, wie wir uns von den bestehenden Integrierten Gesamtschulen absetzen und zu einer interessanten Schule werden können“, erläutert Makosz.

Damit das gelingt, wird auf Methoden des modernen und selbstorganisierten Lernens gesetzt: mit Themenklassen, sogenannten Lehrerteams, bestehend aus zwei Lehrkräften pro Klasse und dem grundsätzlichen Anspruch, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur Frontalunterricht über sich ergehen lassen müssen, sondern stattdessen zukünftig verstärkter mit- und voneinander lernen. Bisherige Angebote der Schule, wie die Ganztagsbetreuung oder die Berufsorientierung, bleiben auch weiterhin bestehen.

Einhergehend mit der Umwandlung in eine IGS wird zum Sommer 2020 zudem eine zweizügige Grundschule entstehen, für die perspektivisch auch ein Neubau auf dem Schulgelände vorgesehen ist. Damit ermögliche man den Schülern eine gewisse Sicherheit und Stabilität, weil sie sich nicht bereits nach der vierten Klasse auf ein neues Umfeld einstellen müssten und somit „in der Schule eine kleine Heimat finden können“, wie Bildungsberaterin Schneider betont. Lobend hebt sie zudem hervor, dass „das Kollegium und die Schulleitung wirklich drauf hinarbeiten, dass hier pädagogisch etwas Neues passiert.“

Laut Thomas Löhr, Leiter des Stadtschulamts, sind Haupt- und Realschulen in den vergangenen Jahren immer unbeliebter geworden. „Die IGS ist nach dem Gymnasium die Schulform, die von Eltern am häufigsten angewählt wird“, berichtet er. Die Umwandlung der Bachschule treffe damit gewissermaßen auch den Puls der Zeit, da „man sich immer auch ein bisschen nach der Nachfrage richten muss.“

Der stellvertretende Schulleiter Kai Maas freut sich auf eine „tolle und herausfordernde Arbeit“, die auf ihn und sein engagiertes Kollegium zukommen wird. Die zukünftige IGS wird über fünf Klassen pro Jahrgang verfügen und „mit dem neuen Schulkonzept die Chancengleichheit auf Bildung und Integration verbessern“, versichert er. Einen weiteren Vorteil sieht er zudem in der Möglichkeit, auch Kinder mit besonderen Herausforderungen künftig besser in reguläre Schulklassen integrieren und entsprechend fördern zu können.

„Mit der neuen Struktur können die Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse an ihrer Schule bleiben“, hebt Bildungs- und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß abschließend die Bedeutung der Schule für den Stadtteil hervor. Und verrät dabei auch noch den neuen Namen: IGS-Lindenfeld.

VON JOEL SCHMIDT

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