Sägen für die Artenvielfalt

Bäume am Waldsaum der Bieberaue werden gefällt

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Der Lageplan verdeutlicht den Verlauf des Waldsaums an der Bieberaue südlich der Bremer Straße.

Bieber - Um den artenreichen Lebensraum an der südlichen Bieberaue zu erhalten, werden derzeit am Waldsaum Bäume gefällt. Die Arbeiten sind mit Unterer Naturschutzbehörde, Amt für ländlichen Raum und Forstbetrieb abgestimmt. Sie dienen der Pflege typischer Elemente der Kulturlandschaft.

Die Bieberauen südlich der Bremer Straße sind strukturreiche, extensiv genutzte Mähwiesen. Sie gelten als wertvoller Lebensraum für geschützte Wiesenbrüter wie Wachteln, Kiebitze oder Rebhühner. Nicht zuletzt dank ihrer Weite bieten die Wiesen mit ihrer Vielzahl an Kräutern und Blumen vielen Tieren Lebensraum. Diese Landschaft ist nicht nur wichtig für die Artenvielfalt, sie dient auch als Naherholungsgebiet für die Bürger im Wechsel mit dem Wald.

Die Fläche dieses Elements früherer Landwirtschaft kann nur durch regelmäßige Pflege oder Nutzung, zum Beispiel Mahd oder Beweidung, erhalten bleiben. Wird die Pflege oder Bewirtschaftung eingestellt, verbuscht die Wiese, der Wald breitet sich aus. „So ist auch an der südlichen Bieberaue ein starker Wuchs von Gehölzen zu beobachten, der entfernt werden muss, damit die Wiesen in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten bleiben“, so die Experten.

In Gesprächen zwischen Forstbetrieb, Landwirten und Umweltamt ist ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt worden. So werden außerhalb der Brut- und Setzzeit, also zwischen Ende September und Anfang März, Gehölze und Bäume, die in die Wiesen hineinragen, von Arbeitern des städtischen Forstamts zurückgeschnitten beziehungsweise gefällt. Dafür wurden im Vorfeld Flächen und konkrete Bäume gekennzeichnet. Dies sei notwendig, um den bedrohten Lebensraum der extensiven Mähwiese zu erhalten. Die Arbeiten werden in Abschnitten über mehrere Jahre verteilt, damit die Natur genug Zeit hat, sich zu erholen. 

Kastanien auf dem Wilhelmsplatz gefällt

mt

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