Wo Ideen zu Konzepten werden

Beim Gründertag der IHK gab es Tipps von den Experten

Das Team der IHK bot die Einstiegsberatung und leitete die Besucher mit ihren individuellen Anliegen weiter zu den entsprechenden Ausstellern.
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Das Team der IHK bot die Einstiegsberatung und leitete die Besucher mit ihren individuellen Anliegen weiter zu den entsprechenden Ausstellern.

„Es ist immer wieder spannend zu sehen, mit welchen Ideen die Menschen hierher kommen“, bemerkt Bernd Eckmann von der Unternehmensförderung der Industrie- und Handelskammer (IHK) und blickt auf das Menschengewimmel in den hauseigenen Räumen an der Frankfurter Straße.

Offenbach – Die Besucher-Resonanz auf den diesjährigen IHK-Gründertag ist am vergangenen Samstag trotz der Angst vor dem Coronavirus zufriedenstellend, auch wenn sie insgesamt ein wenig flauer ausfällt als in den Vorjahren. Bei der regionalen Messe können sich auch in diesem Jahr Existenzgründer und solche, die sich für eine Gründung interessieren, fachkundige Tipps von den Experten holen.

„Hier bietet sich die Chance, Gespräche mit Banken und Beratungsinstitutionen zu führen, um die Existenzgründung besser vorbereiten zu können“, beschreibt Eckmann den Ansatz der jährlich für März anberaumten Veranstaltung. 24 Aussteller aus der Region beraten die angehenden Unternehmer. Besonderes Interesse würde dabei den Banken zuteil, „weil die die Förderprogramme am häufigsten vergeben“. Aber auch die Polizei ist beispielsweise vertreten – unter anderem werden Sicherheitsaspekte vermittelt, „wenn jemand im Einzelhandel oder in der Gastronomie etwas machen möchte.“ Von den Mitarbeitern der IHK können die Besucher eine Einstiegsberatung bekommen, „und wir können dann gleich sagen, gehen Sie da- und dorthin, da können Sie für Ihr Vorhaben noch einmal spezielle Informationen holen“, beschreibt Eckmann einen typischen Vorgang für einen Interessenten. Die Besucher kommen mit mannigfaltigen Ideen und haben beim Gründertag die Gelegenheit, sich auch über die notwendigen Rahmenbedingungen für ihre Pläne, wie beispielsweise rechtliche Voraussetzungen, kundig zu machen.

Über die Beratung von Angesicht zu Angesicht hinaus werden am Gründertag auch sogenannte „Impulsreferate“ angeboten, in denen in 20-minütigen Vorträgen und anschließenden Fragerunden wesentliche Aspekte angerissen werden, die für eine Existenzgründung notwendig sind. Die sieben über den Tag verteilten Referate befassen sich mit Themen wie Unternehmenskonzepte, Finanzierungshilfen oder Selbstmarketing. Als Testimonial für den diesjährigen Gründertag erzählt Jungunternehmer Stefan Arnold in einem Vortrag seine Geschichte, wie aus einer Idee ein erfolgreiches Konzept entstanden ist.

Die bunte Mischung der Interessenten macht für Eckmann die Spannung der Messe aus: Viele junge Menschen kämen, die noch „relativ unbedarft sind“, darüber hinaus gäbe es auch eine Reihe von Teilnehmern, die „schon etwas weiter sind und sehr spezielle Fragen“ haben. Die Altersspanne der angehenden Existenzgründer erstreckt sich von 20 bis 50 Jahren.

Für das Haus bedeutet der Gründertag viel Fleiß und Arbeit, da die Vorbereitungen laufen, während der normale Arbeitstag der IHK in seinem gewohnten Ablauf fortgeführt werden muss. Breite Unterstützung erfährt die IHK dabei durch die Aussteller, die ihr potenzielles Klientel in ihren Geschäftsstellen auf den Gründertag hinweisen.

Die gute Annahme der Veranstaltung beweist, dass zwischenmenschliche Kommunikation unersetzlich ist, schließlich bietet auch das Internet unerschöpfliche Informationen zum Thema. „Aber die Leute schätzen es immer noch, dass sie sich persönlich beraten lassen können“, stellt Bernd Eckmann fest.

VON JAN SCHUBA

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