Mit „bewährtem Führungs-Trio“ in Kommunalwahlkampf

Die FDP will positiv gestalten

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Die Liberalen wollen’s auch in Offenbach anpacken (von links): die hessische FDP-Generalsekretärin Bettina Stark-Watzinger, Paul-Gerhard Weiß, Oliver Stirböck, Vera Langer, Georg Schneider sowie Dominik Schwagereit.

Offenbach - Unter dem landesweiten Motto „Lasst es uns anpacken“, das die Offenbacher Liberalen mit örtlichen Themen füllen, treten die Freien Demokraten zur Kommunalwahl am 6. März 2016 an.

Beim Wahlgang vor vier Jahren vereinten die Liberalen 5,1 Prozent der Stimmen auf sich und leisten seitdem mit drei Stadtverordneten Oppositionsarbeit. Zumindest das erste Ergebnis will die FDP verbessern. Angepackt werden sollen vor allem Offenbacher Probleme auf den Gebieten Bildung, Wirtschaftsförderung und innerstädtischer Einzelhandel, beim Verkehr und der Verwaltungsmodernisierung. Das liberale Team, das dabei im Rathaus anpacken will, stellten die Freien Demokraten am Donnerstagabend einstimmig auf, geleitet von der Generalsekretärin der Hessen-FDP, Bettina Stark-Watzinger.

Auf Vorschlag des Parteivorsitzenden Paul-Gerhard Weiß führt die bisherige Fraktion die Liste auf den Plätzen 1 bis 3 wieder an, „weil sie ihre Sache in schwieriger Zeit gut gemacht hat“. Das sind Fraktionschef Oliver Stirböck, Dr. Vera Langer und Dominik Schwagereit. Weiß, ehemaliger Bildungs-, Ordnungs- und Flughafendezernent, schließt sich dem Team auf Platz 4 an, gefolgt von den früheren Stadtverordneten Georg Schneider und Matthias Heusel.

Neu auf der Liste steht Barbara Podborny, bekannt als stellvertretende Leiterin des Diakonischen Werks und noch für einige Monate nach Jerusalem entsandt, danach aber wieder an alter Stelle in Offenbach. Auf den folgenden Plätzen: Europabeauftragter Bedrettin Yesirci, die Bieberer Ortsvorsitzende Monika Rinke, Vorstandsmitglied Anne Golderer, Weiterbildungsexperte Dr. Henning Stumpp und – ebenfalls neu und prominent – die ehemalige IHK-Hauptgeschäftsführerin Eva Dude. Und das Offenbacher FDP-Urgestein Ferdi Walther schließt die 50 Namen umfassende Liste auf dem Ehrenplatz ab.

In seinem Bericht machte Stirböck deutlich: „Die FDP ist keine Mecker-Opposition, die sich im Klein-Klein verliert. Wir wollen positiv gestalten.“ Die Anträge der Rathauskoalition hätten oft Nebensächliches thematisiert, statt sich auf stadtstrategische Punkte zu konzentrieren. „Da ging es um Frauenquote bei Straßennamen, weibliche Ampelmännchen und ökologisches Beschaffungswesen, aber nicht um Wirtschaftsförderung und die Situation der Innenstadt als Einkaufszentrum“. Statt guter Erreichbarkeit produziere die vorgesehene Verkehrsplanung einen „Irrgarten, der Kunden abschreckt“.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Weiß kritisierte, dass das finanzielle Desaster beim Klinikum den Investitionen in Bildung geschadet habe und diese dauerhaft belasten werde. „Dabei ist gerade in Offenbach beste Bildung der Schlüssel für unsere Zukunft“. Die Lokalpolitik müsse endlich die Voraussetzung für eine stärkere Gewerbeansiedlung schaffen, ohne die „eine Gesundung der Stadtfinanzen“ nicht gelinge. (mk)

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