Ende in Sicht

Aufatmen: Vollsperrung zwischen Offenbach und Bürgel kürzer als gedacht

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Bald wieder freie Fahrt durch die Ketteler. 

Die Vollsperrung zwischen Offenbach und Bürgel soll neun Monate kürzer sein als eigentlich gedacht. 

Offenbach - Die unterirdische Verlegung von Rohren wurde mit dem Bau des Eurotunnels unter dem Ärmelkanal verglichen. Manche beschlich aber auch der Verdacht, es sei bei der Schätzung des Zeitraums vorsichtshalber etwas draufgesattelt worden.

Sie könnten sich bestätigt fühlen. Andere nehmen die Bestätigung einer sich bereits im Februar andeutenden guten Nachricht einfach aufatmend zur Kenntnis: Die Bauarbeiten sind, rund neun Monate früher als angekündigt, nahezu abgeschlossen. Als sichtbares Zeichen rücken ab 2. September im Auftrag der Straßenunterhaltung die Asphaltarbeiter zur Fahrbahnerneuerung an. Nächste Station des Bautrupps ist die Kettelerstraße.

Offenbach und Bürgel: Aufhebung der Vollsperrung bahnt sich an

Die Aufhebung von deren Vollsperrung, die weite Umwege über Mühlheimer Straße und Karl-Herdt-Weg erforderte, bahnt sich an.

„Bei solchen Großprojekten inmitten eines seit mehr als hundert Jahren bestehenden Gewerbegebietes müssen wir immer damit rechnen, viele Leitungen im Boden zu finden, die auf keinem Plan verzeichnet sind“, sagt Melanie Gessner, Leiterin der Abteilung Entwässerung in der Stadtwerke Unternehmensgruppe. Solche Leitungen bezeichnet sie als „Wundertüten im negativen Sinn“: Oftmals ist nicht gleich erkennbar, was sie genau leiten, ob von ihnen Gefahr ausgeht, und ob sie überhaupt noch in Betrieb sind. Dies muss geprüft werden, anschließend müssen die Leitungen umgelegt oder rückgebaut werden.

Offenbach: Im Senefelder Quartier mussten Leitungen umgelegt werden 

Wie zeitintensiv dies ist, können derzeit Anwohner und Nutzer der Straßen im Senefelder-Quartier beobachten, wo genau wegen einer großen Menge solcher Leitungen die Arbeiten verzögert werden. Dort war wegen vorliegender Bauzeichnungen tatsächlich nicht davon ausgegangen worden, dass der Boden von so vielen unbekannten Rohren und Kabeln durchzogen ist.

In der Kettelerstraße dagegen war ein großer zeitlicher Puffer in den Projektplan der Kanalerneuerung eingeflossen, tatsächlich waren die Funde aber überschaubar. Zusätzlich hatte die beauftragte Baufirma wegen der anhaltend guten Nachfrage großes Interesse daran, die Kanalarbeiten in Offenbach schnell abzuschließen und legte Nachtschichten ein. Bevor aber die Durchfahrt zwischen Bürgel und Mühlheimer wieder möglich ist, muss nun die Straße wieder hergestellt werden.

Offenbach und Bürgel: Am 16. September soll die Strecke frei sein

Begonnen wird im bereits gesperrten Teil, anschließend wird erneut die Zufahrt zu Aldi verlegt: Dann ist wieder die Zufahrt von der Mühlheimer Straße aus möglich, während der jetzt offene Fahrbahnabschnitt asphaltiert wird. Im Anschluss wird komplett freigegeben. Der Termin ist voraussichtlich am Montag, 16. September.

Schon jetzt laufen aber in der Abteilung Entwässerung die Vorbereitungen für die Fortsetzung des Großprojektes Erneuerung des Kanalnetzes auf Hochtouren. Im März 2020 geht es dann in die Umsetzung. Gearbeitet wird in der Kettelerstraße in Höhe des Clariant-Parkplatzes – bis hinunter zum Main. Dorthin werden ebenfalls neue und größere Kanalrohre verlegt, die dann in ein neues sogenanntes Auslassbauwerk münden. Dieses wird zum Teil von einem Schiff aus gebaut. Wenn die Detailplanungen feststehen, wird der Stadtservice darüber genauer berichten.

Von Thomas Kirstein

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