Neue Software

Bürgerbüro mit Lösung für Übergang

Offenbach - Das Bürgerbüro hat eine neue Software zur Bearbeitung von Melde- und Passangelegenheiten. Nach Übertragung hunderttausender Datensätze ist „Emeld21“ jetzt gestartet.

„Die Anlaufschwierigkeiten halten sich in Grenzen, die Fortschritte seit Montag können sich sehen lassen“, ist Amtsleiterin Martina Fuchs zufrieden. Längere Wartezeiten sind nicht nur der Software zuzuschreiben. Wie berichtet, ist das Bürgerbüro überlastet. Mit Personal und Ressourcen ist die Einrichtung im Bernardbau auf absehbare Zeit nicht in der Lage, die Einwohner angemessen mit Pässen, Zulassungen und Fahrerlaubnissen zu versorgen.

Daher hat OB Horst Schneider eine Berechnung in Auftrag gegeben. Ziel ist, den Personalbedarf festzustellen, besonders mit Blick aufs Bevölkerungswachstum. Ergebnisse werden in sechs Wochen erwartet. Danach ist zu entscheiden, wie die Aufstockung gelingen kann.

Die Übergangslösung ab Montag, 1. Juni:

  • Vorsprache ist nur nach Terminvereinbarung möglich (zirka 550 Termine pro Tag). Dies ist in anderen Kommunen bereits Praxis. Vorteil für Bürger ist, dass sich die Wartezeiten erheblich reduzieren. Und die Mitarbeiter werden entlastet, weil sie Kunden gleichmäßig über den Tag verteilen können.
  •  Die Samstagsöffnung wird bis auf weiteres ausgesetzt. Dadurch stehen die Mitarbeiter unter der Woche länger und damit für mehr Termine zur Verfügung. Vom Samstagswegfall sind 4,5 Prozent der Kunden betroffen.
  •  Die Terminvergabe im Internet (www.offenbach.de) ist freigeschaltet. Wer dort nicht buchen will oder kann, dem steht die bundesweit einheitliche Behördenrufnummer s 115 oder der städtische Anschluss s 069 8065-4222 zur Verfügung. Im Bürgerbüro lassen sich Termine am Empfang buchen.

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„Für Juni sind erst 390 Termine vereinbart“, berichtet Fuchs. „Wir gehen davon aus, dass sich die Übergangsregelung herumsprechen muss. Wenn noch Termine viele verfügbar sind, können wir hoffentlich allen, die ab 1. Juni ohne kommen, in überschaubarer Zeit ein passendes Angebot machen.“

Eine gewisse Planung seitens der Kunden ist indes Voraussetzung. In anderen Teilen der Stadtverwaltung – wie im Ausländer- oder im Standesamt – funktioniert die Terminvereinbarung seit Längerem gut, heißt es.

(mt)

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