Offenbach bunter machen

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Laudator Mohamed, Sieglinde Nöller (2. von links), Beverly Brafi (3. von links) und Birgit Simon (rechts) verleihen Barbara Meyer (2. von rechts) vom JuKuMo den Kinder- und Jugendfreundlichkeitspreis. Platz zwei geht an Mandy Krug von der Jugendfeuerwehr. Foto:

Offenbach - Die rollende Werkstatt der Jugendkunstschule ist Gewinnerin des städtischen Preises für Kinder- und Jugendfreundlichkeit. Das Kinder- und Jugendparlament hat die Auszeichnung am Mittwochabend erstmals vergeben. Von Benedikt Müller

Seit November 2010 fährt ein Kleinbus, das Jugendkunstschulmobil (JuKuMo), nachmittags verschiedene Haltestellen an. Professionelle Künstler stellen den Kindern und Jugendlichen verschiedene Farben und Materialien zur Verfügung. Die Idee der Verantwortlichen: Jeder soll Kunst aktiv erleben können und Offenbach ein bisschen bunter machen.

„Das Jugendkunstschulmobil stärkt die Fantasie und den Mut von uns jungen Offenbachern“, sagte Mohamed (12) von der Kinderfraktion des Nachwuchsparlaments. Er hielt die Laudatio in den Räumen des Jugendbildungswerks. „Dass die Angebote kostenlos sind, zeigt, dass sich das JuKuMo auch für Kinder aus einkommensschwächeren Familien einsetzt“, lobte er.

„In Bieber-Waldhof waren vergangenen Freitag 15 Kinder da, obwohl es zehn Grad kalt war“, berichtete Barbara Meyer. Die Leiterin der Jugendkunstschule nahm die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. „Wir können das Geld für die Honorare der Künstler gut gebrauchen“, freute sie sich, „damit wir noch lange weiter fahren können.“

Um den neuen Preis konnten sich Personen, Unternehmen und Einrichtungen bis vergangenen Oktober bewerben oder dafür vorgeschlagen werden. Ausschlaggebend war, dass der Bewerber das Wohlbefinden junger Offenbacher fördert. Der Schwerpunkt der Tätigkeit sollte auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen. Eine weitere Bedingung war, dass der Bewerber neue Wege sucht und beschreitet.

Auch die Jugendfeuerwehr Offenbach hatte die Kriterien erfüllt, unter anderem mit einem Workshop-Angebot. Die Entscheidung zugunsten des JuKuMo war in einer mehrköpfigen Jury gefallen. Neben Bürgermeisterin Birgit Simon (Grüne) und Stadtverordnetenvorsteherin Sieglinde Nöller (CDU) durften Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments mitreden. „Der Preis soll weiter motivieren, sich so zu engagieren, dass es preiswürdig ist“, erläuterte Nöller, Schirmherrin des Nachwuchsgremiums.

Die Idee zur Verleihung war im Jahr 2009 entstanden. Bei einer Jugendkonferenz hatte das Kinderparlament Bern berichtet, in der Schweizer Hauptstadt einen Kinderfreundlichkeitspreis zu verleihen. Die Offenbacher Jungparlamentarier brachten einen entsprechenden Antrag über den Jugendhilfeausschuss in die Stadtverordnetenversammlung ein. Die Stadt stiftete das Preisgeld. „Uns war es ein Anliegen, kinder- und jugendfreundliche Projekte in Offenbach zu ehren“, erklärte Dominik Immeraj vom Vorstand des Nachwuchsparlaments.

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