Frage & Antwort

Corona in Offenbach: Was während der Ausgangssperre erlaubt ist – und was verboten

Offenbach verhängt wegen der hohen Neuinfektionen mit dem Coronavirus eine Ausgangssperre für die Zeit von 21 bis 5 Uhr. In dieser Zeit sind viele Dinge nicht erlaubt. Ein Überblick.

  • Ab Samstag (12.12.2020) gelten Ausgangssperren in Offenbach.
  • Es gelten einige Ausnahmen von den Corona-Ausgangssperren für „triftige Gründe“.
  • Frage und Antwort: Was erlaubt ist, und was nicht.

Offenbach – Die Stadt Offenbach hat eine Allgemeinverfügung erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus in der Stadt einzugrenzen. Kernpunkte der Allgemeinverfügung sind Ausgangssperren und ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. In Kraft treten sollen die Corona-Ausgangssperren in der Nacht auf Samstag (12.12.2020) um 0 Uhr. Es herrscht also bereits von Samstag 0 bis 5 Uhr Ausgangssperre in Offenbach. Die Maßnahmen sollen bis zum 23.12.2020 gültig bleiben. Die Regelung gilt für Einheimische und Besuch.er

Ausgangssperre in Offenbach: Was ist erlaubt und was nicht?

Grundsätzlich sieht die Corona-Allgemeinverfügung für Offenbach vor, dass sich nach 21 Uhr niemand mehr im Stadtgebiet in der Öffentlichkeit aufhält. Wer keinen „triftigen Grund“ vorweisen kann, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die triftigen Gründe werden durch Ausnahmen definiert. Durchgangsverkehr durch das Stadtgebiet ist zwar erlaubt, allerdings muss Offenbach auf schnellstem Weg wieder verlassen werden. Wer jemandem einen Besuch abstattet, muss ebenfalls bis 21 Uhr die eigene Wohnung aufsuchen. Dasselbe gilt, wer Offenbach aus privaten Gründen besucht. Besuch darf nach 21 Uhr auch nicht mehr empfangen werden.

Corona: Welche Ausnahmen gelten bei den Ausgangssperren in Offenbach?

Es gelten einige Ausnahmen von den Corona-Ausgangssperren in Offenbach. Auch hier ist jedoch darauf zu achten, dass der Aufenthalt in der Öffentlichkeit auf ein Minimum beschränkt wird. Die Ausnahmen sind folgende.

  • Ausübung beruflicher Tätigkeiten, inklusive Dienst- und Arbeitswege
  • Ehrenamtliche Einsätze von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst
  • Wahrnehmung von Sorge- und Umgangsrechten
  • Begleitung und Betreuung von Minderjährigen und Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind
  • Begleitung von Sterbenden
  • Teilnahme an Gottesdiensten – allerdings nur aus „besonderen religiösen Anlässen“
  • Versorgung von Tieren (Gassi gehen) und Bekämpfung und Prävention von Tierseuchen
  • Besuch bei Ehe- und Lebenspartnern und verwandten in erster Linie: Großeltern, Eltern, Kinder
  • Nicht gestattet ist der Besuch von Geschwistern, Tante und Onkel sowie Nichten und Neffen

Viele Menschen fragen sich sicherlich, was im Einzelfall während der Ausgangssperre in Offenbach erlaubt ist, und was nicht. Die Stadt Offenbach hat dazu in einer Mitteilung die meisten Fragen beantwortet.

Ausgangssperre in Offenbach: Darf man nach 21 Uhr noch Besuch empfangen?

Grundsätzlich nicht. Lediglich Verwandte in erster Linie (Eltern, Großeltern, Kinder, Enkelkinder) dürfen sich gegenseitig auch in der Nacht besuchen.

Ausgangssperre in Offenbach: Darf man nach 21 Uhr Freunde oder Bekannte besuchen, die in einer Stadt ohne Ausgangsbeschränkung leben?

Nein. Die Offenbacher dürfen nach 21 Uhr nur noch mit triftigen Gründen ihre Wohnung verlassen. Wer zuvor bei Freunden oder Bekannten war, muss bis 21 Uhr zurück zuhause sein.

Darf man nach 21 Uhr Verwandte besuchen, die in einer Stadt ohne Ausgangsbeschränkung leben?

Offenbacher dürfen lediglich Verwandte in erster Linie besuchen (Eltern, Großeltern, Kinder, Enkelkinder). Nicht erlaubt ist der Besuch von Geschwistern, Tante und Onkel oder Nichte und Neffe.

Darf man nach 21 Uhr seinen Lebenspartner besuchen, der nicht im einem Haushalt lebt?

Ja, dies ist erlaubt, weil es sich dabei um einen triftigen Grund handelt. Grundsätzlich dürfen Ehe- und Lebenspartner, Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder auch nach 21 Uhr besucht werden. Selbstverständlich ist dann auch der Heimweg nach 21 Uhr gestattet, dieser muss aber auf direktem Wege erfolgen.

Corona: Kann ich in Offenbach nach 21 Uhr noch einkaufen gehen?

Nein. Einkäufe, auch von Lebensmitteln, sind laut Stadt Offenbach ebenfalls kein „triftiger Grund“. Allerdings dürfen Geschäfte grundsätzlich auch während der Corona-Ausgangssperre geöffnet bleiben.

Darf ich in Offenbach trotz Ausgangssperren nach 21 Uhr noch Essen holen?

Nein. Auch das Kaufen von Essen ist in Offenbach während der Ausgangssperre nicht erlaubt. Ohnehin dürfen Restaurants während der Corona-Pandemie aktuell nur Außer-Haus-Bestellungen anbieten. Aber es dürfen auch keine Speisen abgeholt werden, die zuvor bestellt wurden. Eine Lieferung mit Lieferdiensten ist jedoch weiterhin erlaubt.

Corona: Ist Gassi gehen nach 21 Uhr in Offenbach noch erlaubt?

Ja. Da Gassi gehen zur Versorgung von Tieren zählt, darf in Offenbach trotzt Corona-Ausgangssperre auch nach 21 Uhr noch mit Hunden vor die Tür gegangen werden. Es ist sogar gestattet, falls notwendig, zu einer Grünfläche zu fahren, um dort Gassi zu gehen.

Offenbach bekommt Ausgangssperren gegen die Corona-Pandemie. Diese Regeln gelten.

Was passiert, wenn ich nach 21 Uhr in Offenbach noch draußen bin, weil ich im Stau stehe oder ein Zug Verspätung hat?

Durch die Corona-Pandemie ist weniger Verkehr auf den Straßen, dennoch kann es zu Staus kommen. Aber diese Fälle sind Ausnahmen von der Ausgangssperre, welche keine Strafe nach sich ziehen. Auch die – nicht vermeidbare – Rückkehr aus dem Urlaub nach Offenbach nach 21 Uhr fällt darunter. Es gilt aber auch dann, sich auf schnellstem Weg nach Haus zu begeben und wenn möglich bei einer Kontrolle den Grund für die Verspätung nachweisen zu können.

Corona: Werden die Ausgangssperren in Offenbach kontrolliert?

Ja. Für die Kontrollen der Corona-Ausgangssperren sollen die Stadtpolizei Offenbach, Landes- und Bundespolizei zum Einsatz kommen. Bei diesen Kontrollen wird dringend empfohlen, nachweisen zu können, weshalb man sich noch im Freien aufhält. Dazu kann ein Dienstausweis oder eine Bescheinigung des Arbeitgebers dienen. Außerdem wird dringend empfohlen, immer Ausweispapiere bei sich zu tragen.

Welche Bußgelder drohen bei einem Verstoß gegen die Ausgangssperre in Offenbach?

Wer gegen die Ausgangssperre in Offenbach verstößt, muss mit einem Bußgeld von 200 Euro rechnen. Der Verstoß stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Wenn es zu einem wiederholten Verstoß kommt, verdoppelt sich das Bußgeld mit jedem Mal. Ein zweiter Verstoß gegen diese Corona-Regelung kostet 400 Euro, ein dritter 800 Euro und so weiter.

Corona: Ausgangssperren drohen nicht nur in Offenbach

Zuletzt war die Zahl der Corona-Infektionen in Offenbach und der Region unvermindert hoch. Aber auch weitere Regionen in Hessen haben mit hohen Corona-Zahlen zu kämpfen. So bekommen neben Offenbach auch andere Kreise und Städte Ausgangssperren. Weitere Informationen zu den Ausgangssperren bietet auch die Stadt Offenbach auf ihrer Website.

Auf der Website der Stadt Offenbach sind auch wichtige Kontakte für die Ausgangssperren zu finden. Folgende Kontakte können zum Thema Ausgangssperren und Corona in Offenbach allgemein hilfreich sein. (Marcel Richters)

InstitutionKontakt
Bürgertelefon Stadt Offenbach069 840004-375 (Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr)
Einkäufe, Apothekengänge, Übersetzungen069 8236 7039 und www.fzof.de
Informationen für Gehörlose und Hörgeschädigte030 340 60 66 07 und info.gehoerlos@bmg.bund.de
Ärztlicher Bereitschaftsdienst116 117
Kinder und Jugendtelefon116 111
Frauennotruf Offenbach069 85096800 und offenbach@profamiliade
Bundesweite Telefonseelsorge0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116 123

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