Verschärfte Maskenpflicht

Corona in Offenbach: Grenzwert für Ausgangssperren gesenkt – Was das für die Stadt bedeutet

Nachdem die Grenzwerte zur Anordnung einer Ausgangssperre gesenkt wurden, könnte diese in Offenbach wieder drohen.
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Der Grenzwert für eine nächtliche Ausgangssperre wird gesenkt (Symbolbild).

Das Coronavirus wütet zwar weiterhin in Offenbach. Die Inzidenz bleibt jedoch deutlich unter dem Wert, ab dem eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft tritt.

Update vom Sonntag, 24.01.2021, 15.40 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt ab Montag (25.01.2021) eine neue Regelung bei der Verhängung nächtlicher Ausgangssperren. Diese werden künftig in allen Kommunen angeordnet, in denen die 7-Tage-Inzidenz über dem Wert von 150 liegt. Da der Wert in Offenbach dem Hessischen Sozialministerium zufolge derzeit bei 123,3 liegt (Stand 24.01.2021, 0 Uhr), dürfte die Stadt zunächst von der Maßnahme verschont bleiben. Ab dem 1. Februar gilt allerdings ein noch strengerer Grenzwert. Nächtliche Ausgangssperren können dann bereits ab einer Inzidenz über 100 verhängt werden.

Bereits seit Samstag (23.01.2021) gilt in Offenbach eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Sowohl im öffentlichen Nahverkehr als auch in Geschäften und auf dem Wochenmarkt müssen seitdem FFP2- oder medizinische Masken getragen werden. Auch das bestehende Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen wurde bis zum 14. Februar verlängert.

Die Corona-Ausgangssperre in Offenbach könnte verlängert werden. Die Inzidenz ist nach wie vor hoch.

Corona in Offenbach: Droht jetzt wieder eine Ausgangssperre?

Erstmeldung vom Freitag, 22.01.201, 17.34 Uhr: Offenbach – Im vergangenen Jahr wurden für Kommunen, deren 7-Tages-Inzidenz über 200 lag, nächtliche Corona-Ausgangssperren angeordnet, auch Offenbach gehörte dazu, erst am 6. Januar wurde die Sperre wieder aufgehoben. Ab sofort gilt aber: Wenn in einer Kommune am 25. Januar die Inzidenz über 150 liegt, werden Ausgangssperren für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr angeordnet.

Beschränkungen sehr wahrscheinlich: Kommt die neue Corona-Ausgangssperre für Offenbach?

Ab 1. Februar gelten sogar noch strengere Grenzwerte, dann reicht eine Inzidenz über 100 aus, um die Ausgangssperren zu verhängen. Da in Offenbach die Corona-Inzidenz derzeit bei 162 Fällen liegt, sind neue Beschränkungen also sehr wahrscheinlich. Gesundheitsdezernentin Sabine Groß teilt mit, dass der Verwaltungsstab am kommenden Dienstag beraten werde, ob erneut nächtliche Ausgangssperren angeordnet werden müssen. Zudem bleibt das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen bis zunächst 14. Februar bestehen.

Wesentlich bekannter als die Grenzwert-Verschärfung dürfte sein, dass ab Samstag (23.1.2021) eine verschärfte Corona-Maskenpflicht an vielerlei Orten gilt: Statt Alltagsmasken müssen nun entweder FFP2- oder medizinische Masken getragen werden, wenn man Geschäfte betritt oder mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist. Auch beim Einkauf oder dem Gang über den Wochenmarkt sind diese Masken nun Pflicht.

Corona in Offenbach: Unveränderte Regeln für Kontakte

„Letztes Jahr wurde in bestimmten Bereichen das Tragen von Alltagsmasken aus Stoff zur Pflicht. Dies hing auch mit der Frage der Verfügbarkeit medizinischer Masken zusammen. Medizinische Masken sind jedoch sicherer. Sie können damit einen Beitrag dazu leisten, dass die Infektionszahlen weiter und schneller zurückgehen und wir wieder mehr Freiheiten genießen können“, begründet Groß.

Künftig soll im Nahverkehr und beim Einkaufen in Hessen ein medizinischer Mund-Nasenschutz wie OP- oder FFP2-Masken zur Pflicht werden.

Die verschärfte Corona-Maskenpflicht gilt auch für Gottesdienstbesuche. Auch wenn am Platz ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird, muss dennoch die Maske getragen werden, schreibt die neue Verordnung vor. Gesang ist weiterhin untersagt, und auch die Zahl der Besucher ist auf zehn begrenzt. Gottesdienste mit mehr als zehn Besuchern muss das Ordnungsamt genehmigen.

Unverändert geblieben sind die Corona-Regeln für Kontakte: Private Zusammenkünfte sind weiterhin nur mit Menschen, die in der gleichen Wohnung wohnen und mit maximal einer weiteren Person gestattet. Die Zahl der Kontakt-Haushalte sollte konstant und klein sein. „Gemeint ist damit, dass die weitere Person nicht jeden Tag eine andere ist“, heißt es..

Offenbachs OB Felix Schwenke appelliert an die Bürger, die Corona-Regeln einzuhalten

Für Reiserückkehrer gilt: Wer aus einem Gebiet mit Varianten des Coronavirus nach Hessen einreist, muss sich unmittelbar in Quarantäne begeben. Ein Test, um die Quarantäne vorzeitig zu beenden, ist frühestens nach fünf Tagen möglich. Auch eine Impfung oder überstandene Covid-Erkrankung befreit nicht von der Quarantänepflicht. Zu den Gebieten mit Corona-Varianten zählen insbesondere Großbritannien und Südafrika.

Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke und Gesundheitsdezernentin Groß appellieren an die Bürger, die Corona-Regeln einzuhalten, damit die Inzidenz auf unter 50 sinken kann. (Frank Sommer)

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