Nachlassender Corona-Schutz

Booster-Impfung für alle – Bestimmte Gruppen haben in Offenbach Vorrang

Eine Frau impft eine Person in einem Raum, an dessen Tür „Impung 3“ steht.
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In Offenbach werden jetzt Booster-Impfungen gegen Corona für alle angeboten. (Symbolbild)

In Offenbach werden jetzt Booster-Impfungen gegen Corona für alle angeboten. Dennoch gibt es einiges zu beachten.

Offenbach – Die Stadt Offenbach bietet ab Montag (15.11.2021) Auffrischungsimpfungen gegen Corona für alle an. Die Booster-Impfungen werden an der Impfstation Offenbach sowie bei den Haus- und Fachärzten vorgenommen. Bestimmte Personengruppen haben dabei Vorrang. Aktuell steigen die Corona-Fallzahlen in Offenbach und der Region rasant.

Die Auffrischung zum Schutz vor dem Coronavirus wird allen Personen angeboten, bei denen die letzte Impfung mindestens sechs Monate her ist. Allerdings will die Stadt auch Menschen impfen, die bis zu zwei Wochen vor Ablauf dieser Frist stehen. Auf Nachfrage teilte eine Sprecherin mit, dass dies für alle gilt. Dennoch wirbt die Stadt bei bestimmten Gruppen besonders um die Booster-Impfung.

Booster-Impfungen gegen Corona: Offenbach teilt Ausnahmeregeln mit

Besonders für ältere Menschen ist die Auffrischungsimpfung wichtig, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes in Offenbach, Dr. Bernhard Bornhofen. Diesen wird deshalb bei der Impfung Vorrang gelassen, genauso wie vorerkrankten Personen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, und Personal in Pflegeeinrichtungen. Auch für Geimpfte mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson gilt eine Ausnahme.

Bei dem Einmal-Impfstoff habe sich herausgestellt, dass der Schutz vor Corona sehr viel schneller nachlässt, so Dr. Bornhofen. Die Auffrischung sollte deshalb schon ab vier Wochen nach dem Pieks erfolgen. Auch darüber hinaus kann in Einzelfällen eine frühere Booster-Impfung möglich sein, wenn dies in einem Arztgespräch für sinnvoll erklärt wurde.

Corona in Offenbach: Bis zu 3 Stunden Wartezeit für Booster-Impfungen

Wer sich jetzt möglichst schnell mit der Booster-Impfung versorgen will, muss allerdings aufpassen. Die Impfstation im Bernardbau in Offenbach, die seit Ende Oktober Immunisierungen anbietet, hat begrenzte Kapazitäten. Zwischen 8 und 14 Uhr kann es dort zu Wartezeiten von bis zu 3 Stunden kommen. Die Stadt plädiert deshalb dafür, die Auffrischung gegen Corona am Abend oder beim Hausarzt durchzuführen.

Für Menschen in Pflegeeinrichtungen und Altenheimen sind außerdem mobile Teams im Einsatz, die nach einem bereits erstellten Plan die Einrichtungen abarbeiten. „Damit erreichen wir die besonders Gefährdeten direkt“, so Sozialdezernent Martin Wilhelm. (vbu)

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