Corona

Das Impfzentrum in der Stadthalle Offenbach ist fertig – „Wir bekommen das sehr gut hin.“

Die Stadthalle in Offenbach ist schon von außen als künftiges Impfzentrum erkennbar.
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Die Stadthalle in Offenbach ist schon von außen als künftiges Impfzentrum erkennbar.

Die Arbeiten am Impfzentrum in der Offenbacher Stadthalle sind beendet. Ein Testlauf zeigt gute Ergebnisse.

  • In Hessen sollen bald die Impfungen gegen das Coronavirus beginnen, in der Stadthalle in Offenbach wurde dafür ein Impfzentrum errichtet.
  • Die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch, dass Offenbach gut vorbereitet ist.
  • Alle Infos und Neuigkeiten zum Coronavirus in Offenbach finden Sie in unserem News-Ticker.

Offenbach – Die lang ersehnte Impfung gegen das Coronavirus rückt in greifbare Nähe. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssen sich etwa vier Millionen Menschen in Hessen impfen lassen. Eine Mammutaufgabe, für die das Land plant, insgesamt 28 Impfzentren einzurichten. Das Impfzentrum in der Offenbacher Stadthalle ist pünklich startklar.

Impfzentrum in Offenbach: 200 Personen waren am Bau beteiligt

Seit Wochen wurde hart daran gearbeitet, die Arbeiten für das Impfzentrum in der Waldstraße abzuschließen. Etwa 200 Haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte von DRK, ASB, THW und der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr realisierten in rund 18.000 Stunden das Projekt. Dabei entstanden in der Stadthalle in Offenbach unter anderem sogenannte Impfstraßen inklusive Einzelkabinen, ein eigener Apothekenbereich zur Kühlung und Lagerung des empfindlichen Impfstoffes und ein Personal-Container für die Helferinnen und Helfer. „Eine solche Einrichtung innerhalb der extrem knappen Zeit von nur drei Wochen zu realisieren, ist eine logistische Meisterleistung, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanke“, sagte Bürgermeister Peter Freier.

Am 11. Dezember war es dann so weit, die Struktur für das Impfzentrum steht. Der nächste Schritt ist allerdings noch unklar. „Wann die Impfungen nun tatsächlich beginnen, wird vom Land Hessen festgelegt, sobald ein Impfstoff verfügbar ist“, sagte Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. Auf dem Impfstoff ruhe nun die zentrale Hoffnung, „um so schnell wie möglich wieder ein Stück von unserem alten Leben zurückzugewinnen“.

Corona in Offenbach: So sollen die Impfungen in der Stadthalle ablaufen

Sobald der Impfstoff verfügbar ist, soll jeden Tag von 07:00 bis 22:00 Uhr geimpft, bis zu 1.000 Menschen täglich versorgt werden. Als Erstes sollen Personen mit einem besonderes hohen Risiko für einen schweren Verlauf der Krankheit die Impfungen erhalten. Außerdem werden Personen, die an Corona Erkrankte versorgen, priorisiert. Erst danach soll der Rest der Bevölkerung die Gelegenheit bekommen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die Impfungen sind kostenlos und freiwillig, Kandidaten für den Impfstoff werden eingeladen. Das genaue Einladungs- und Anmeldeverfahren steht noch nicht fest und wird bald vom Land Hessen festgelegt.

Ein Koordinator steht am Eingang der Impfstraßen im großen Saal für individuelle Fragen bereit.

Ausgerüstet mit Einladung, Impfpass und gültigem Ausweis können sich Offenbacher am Empfangsschalter im Foyer der Stadthalle melden. Nach Überprüfung der Identität wird man einer der insgesamt sechs Impfstraßen zugeordnet. Außerdem erhält man eine Nummer, die die Reihenfolge der Impfungen innerhalb der Impfstraßen regelt. Bis man selbst dran ist, kann man im Wartebereich auf der Tribüne Platz nehmen. Jede der Impfstraßen verfügt über fünf Einzelkabinen, in denen die Impfungen von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. Bei Fragen steht an jeder Impfstraße ein Koordinator bereit, außerdem kann auf Wunsch oder bei medizinischer Notwendigkeit ein ärztliches Anamnese-Gespräch geführt werden. Die Impfung erfolgt in den Oberarm und wird im Impfausweis dokumentiert. Anschließend kann man entweder noch einen Moment unter fachlicher Aufsicht in der Impfstelle warten, oder die Stadthalle über den ausgewiesenen Ausgang verlassen.

Impfungen in Offenbach: „Wir sind optimal vorbereitet“

Für den Betrieb des Impfzentrums in Offenbach sollen täglich etwa 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in zwei Schichten eingesetzt werden. Noch wird medizinisches Fachpersonal für Impfungen und Helfer in der Verwaltung und beim Empfang gesucht. Wer daran Interesse hat, wird gebeten, sich unter www.helfer.fwof.de/ zu registrieren. Die Struktur ist zumindest bereit. Ein Testlauf mit etwa 100 Helfern wurde durchgeführt.  Das Ergebnis: „Alles lief sicher, ruhig und stressfrei – wir sind optimal vorbereitet.“ Gesundheitsamts-Leiter Dr. Bernhard Bornhofen lobt die „hervorragende Zusammenarbeit rund ums Impfzentrum, von den Helfenden bis hin zum Magistrat“, und bilanziert: „Wir bekommen das in Offenbach sehr gut hin.“ (spr)

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