Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Corona-Krise in Offenbach: Neuer Name von Kickers-Stadion soll Zeichen setzen

Die Corona-Pandemie zeigt, wie schnell unser soziales Leben auf den Kopf gestellt werden kann. Aus diesem Gedanken heraus haben Sparda-Bank, Stadt und Stadiongesellschaft die Umbenennung des Sparda-Bank-Hessen-Stadions in Kommt-Gesund-Wieder-Stadion beschlossen.   
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Die Corona-Pandemie zeigt, wie schnell unser soziales Leben auf den Kopf gestellt werden kann. Aus diesem Gedanken heraus haben Sparda-Bank, Stadt und Stadiongesellschaft die Umbenennung des Sparda-Bank-Hessen-Stadions in Kommt-Gesund-Wieder-Stadion beschlossen.   

Sparda-Bank, Stadt und Stadiongesellschaft haben die Umbenennung des Sparda-Bank-Hessen-Stadions beschlossen. Der Name soll in der Corona-Krise Mut machen. 

  • Sparda-Bank-Hessen-Stadion in Offenbach soll neuen Name bekommen
  • Der neue Name soll in der Corona-Krise Mut machen
  • Parallel dazu wurde Spendenaktion gestartet

Offenbach – Obwohl wir physisch Abstand voneinander halten, rücken wir doch gedanklich zusammen.

Aus diesem Gedanken heraus haben Sparda-Bank Hessen, Stadt Offenbach und Stadiongesellschaft Bieberer Berg die Umbenennung des Sparda-Bank-Hessen-Stadions in Kommt-Gesund-Wieder-Stadion beschlossen. Gestern folgte ein offizieller Presse-Termin. Ungeachtet der unsäglichen Diskussion um die Neustart-Pläne in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga ist es am Bieberer Berg ein Zeichen der Solidarität auf und neben dem Rasen.

Corona-Krise: Positives Signal in Offenbach gesendet

Die Sparda-Bank-Hessen und die Stadiongesellschaft Bieberer Berg senden mit dieser bundesweit einzigartigen Aktion im Zuge der Corona-Pandemie eine positive Botschaft, „um den Menschen Mut zu machen“. Die Genossenschaftsbank verzichtet bis auf Weiteres auf das Benennungsrecht der Stadionimmobilie. Verbunden damit ist „eine ebenso einzigartige wie kreative Spendenaktion“. Es ist freilich nur eine temporäre Aktion in Form eines (maßgefertigten) Kunststoff-Banners, das Arbeiter mithilfe eines Steigers montierten.

Offenbach: Neuer Stadtionname soll in Corona-Krise Mut machen

Markus Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hessen, sieht in der Aktion eine Möglichkeit, den Menschen in der Region Mut zu machen und Vorfreude auf die Zeit nach der Pandemie zu wecken. „Als Genossenschaftsbank nehmen wir einen gesellschaftlichen Auftrag wahr. Wir stehen traditionell in engem Kontakt mit unseren Kunden und spüren natürlich, in welch außergewöhnlichen Situation wir uns derzeit befinden.“ Das Stadion habe eine enorme Strahlkraft. „Die möchten wir nutzen, um allen Menschen ein positives Gefühl des Zusammenhaltes zu geben“, formuliert Müller.

Einmaliges Projekt in der Corona-Krise in Offenbach 

„Das Projekt ist in Deutschland bisher einmalig“, betont Oberbürgermeister Felix Schwenke. „Wann tatsächlich wieder Fans ins Stadion kommen können, steht nicht fest. Die Gesundheit steht jetzt aber im Vordergrund. Die Wiedereröffnung wird daher eng mit der Entwicklung der Fallzahlen und nicht zuletzt mit der Frage, wann ein Impfstoff verfügbar ist, zusammenhängen. Gleichzeitig wünschen wir uns alle, dass wir bald wieder unser normales Leben aufnehmen können.“

Neuer Name: Mut im Kampf gegen Corona in Offenbach

Das drücke auch der neue Name aus: „In kommenden Wochen müssen wir weiterhin auf Stadionbesuche verzichten – damit wir bald gesund wiederkommen können“, sagt Schwenke, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadiongesellschaft ist. „Die Sparda-Bank Hessen als Namensrechtssponsor hat mit dem Verzicht auf dieses Namensrecht ein wichtiges Zeichen gesetzt. Mein Dank gilt daher unserem langjährigen Partner Sparda-Bank Hessen, der diese Aktion von Anfang an unterstützt hat.“

"Etwas zurückgeben": Offenbacher Aktion soll in Corona-Zeiten Mut bringen 

Andreas Herzog, Geschäftsführer der Offenbacher Stadiongesellschaft, holt etwas weiter aus: „Gerade in der jetzigen Situation wird uns allen bewusst, welche Arbeit die Menschen in den systemrelevanten Berufen leisten und wie wichtig sie sind, um unsere Grundbedürfnisse zu bedienen. Was Kassierer, Krankenschwestern, Pfleger, Reinigungskräfte, Postzusteller und viele mehr momentan leisten, ist bemerkenswert. Die Stadiongesellschaft will mit ihrer Kompetenz im Bereich Events dafür sorgen, gerade diesem Personenkreis etwas zurückgeben.“

Parallel dazu: Spendenaktion während Corona-Krise in Offenbach 

Parallel zur Umbenennung wird eine Spendenaktion gestartet, kündigen die hauptamtlichen Dezernenten Peter Freier, Sabine Groß und Paul-Gerhard Weiß mit Schwenke an: „Gemeinsam mit der Stadiongesellschaft und der Sparda-Bank rufen wir dazu auf, auf der Plattform Startnext für eine „Dankeschön-Feier“ nach der Krise in den Räumen des Stadions zu spenden, um diese einzigartige Botschaft zu unterstützen.“ Dabei soll es allen Mitarbeitern systemrelevanter Berufe in Offenbach ermöglicht werden, an einem Abend im Stadion kostenfrei zu feiern – „sobald dies wieder sicher möglich ist“, er-läutert Daniel Puci, Leiter Events der Stadiongesellschaft und Koordinator der Aktion. Das Fundingziel liegt bei 10 000 Euro. Neun Unterstützer haben bislang 278 Euro gespendet. 

 Von Martin Kuhn


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