Niederlassung Frankfurt/Offenbach

Daimler-Umbau wirkt sich auf Rhein-Main aus

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Offenbach/Stuttgart - Die Umstrukturierung des Niederlassungsnetzes der Stuttgarter Daimler AG trifft auch das Rhein-Main-Gebiet. Von Marc Kuhn 

Die Dependance Frankfurt/Offenbach soll mit den Niederlassungen in Mainz, Darmstadt und Fulda fusionieren, wie eine Daimler-Sprecherin gestern unserer Zeitung bestätigte. Zudem solle die als GmbH organisierte Dependance Wiesbaden, zu der zwei Autohäuser in der Landeshauptstadt sowie je eins in Taunusstein und Idstein gehören, verkauft werden. Der Konzern plant, die Zahl der Autohäuser in Deutschland durch Verkäufe von 158 auf 122 zu verringern. Durch die Neuausrichtung sollten die Standorte und Arbeitsplätze langfristig gesichert werden, erklärte die Sprecherin. In dem Niederlassungsnetz von Daimler sind 15.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Den Zusammenschluss der Dependancen Frankfurt/Offenbach mit Mainz, Darmstadt und Fulda lehnt der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Langer ab. „Zerschlagung ist keine Zukunftsstrategie“, erklärte er unserer Zeitung. Langer geht davon aus, dass die Fusion mit einem Jobabbau in der Niederlassung Frankfurt/Offenbach verbunden ist. „In welcher Höhe und Größe kann ich noch nicht sagen.“ Laut Daimler soll sich an der Mitarbeiterzahl nichts ändern. Langer sagte weiter, dass Daimler die Standorte in GmbHs umwandeln wolle. Würden die Mitarbeiter dann zu den Bedingungen des Kraftfahrzeug-Handwerks arbeiten, sieht Langer die betriebliche Altersvorsorge und die Höhe der Vergütungen in Gefahr.

Bei der Umstrukturierung in Deutschland sollen in einem ersten Schritt die insgesamt 33 Niederlassungen mit derzeit noch 158 Standorten regional gebündelt werden, wie dpa berichtete. Nach Angaben des Betriebsrats sollen durch die Zusammenlegung aber rund 340 Arbeitsplätze im Verwaltungsbereich abgebaut werden.

„Belegschaften und Betriebsräte werden das so nicht akzeptieren“, kündigte Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht an. „Wir verlangen Veränderungen im Konzept, bei denen es nicht nur um Margen, sondern auch um die Menschen geht.“

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