Die Galaktischen und das Gute

Darth Vader und ein Wookie werben für Kinderhospize

+
Mit grünen Bändern machten die Mitglieder des Cantina-Clan auf den Kinderhospiztag aufmerksam und sammelten Spenden für die Stiftung Bärenherz. Im Café „Stop and Go“ treffen sich die Star-Wars-Fans regelmäßig und bereiten soziale Projekte vor. 

Offenbach – Die Hobby-Darsteller der Star-Wars-Filme treffen sich regelmäßig im Café „Stop and Go“ im Kleinen Biergrund, um über das Imperium, die Rebellen und Todessterne zu sprechen. Von Peter Klein

Doch der sogenannte Cantina-Clan beschäftigt sich nicht nur mit den fernen Galaxien, sondern engagiert sich auch sozial. Einen Tag vor dem Kinderhospiztag posierten seine Mitglieder am Samstag in ihren Kostümen vor dem Café, um auf die wichtige Arbeit von Kinderhospizen aufmerksam zu machen.

Krieger der 500. Division stehen als Puppen im Schaufenster. Die Theke ist der Cantina in den Star-Wars-Filmen nachgebaut. Keine Frage, Wirt Osman Göverim ist großer Fan von George Lucas‘ Filmreihe. Die Mitglieder der galaktischen Laiendarstellergruppe, die sich hier seit rund einem halben Jahr regelmäßig treffen, nennen sich Cantina-Clan. Wie Tobi Tänzer von der Gruppe erklärt, sind andere Clans thematisch oft sehr beschränkt, so zählen zur 501. Division nur die Bösen, bei der Rebellenallianz hingegen gebe es nur die Guten. Der Cantina-Clan dagegen ist ein bunt gemischter Haufen, bei dem jeder das darstellen kann, was er will.

Beim Anfertigen der Kostüme hilft man sich gegenseitig. Während Tobi Tänzer gut mit Metall umgehen kann, gibt es andere in der Gruppe, die besser mit Holz arbeiten oder Nähen können. Besonders stolz ist die Gruppe auf den übergroßen zotteligen Wookie, den sie nach neun Monaten Bauzeit fertiggestellt hat und in dem an diesem Tag Osman Göverim steckt.

Von Anfang an aber wollte sich der Cantina-Clan auch sozial engagieren. So habe man auf eine Anfrage hin im letzten Jahr einen schwerkranken 11-jährigen Jungen an seinem Geburtstag im Krankenhaus besucht, weil der ein großer Star-Wars-Fan ist. „Wir wollen Glück verbreiten. Uns geht es gut, da kann man auch etwas weitergeben“, so Tobi Tänzer, der von Hauptberuf Polizist ist.

Erstes Mehrgenerationen-Hospiz in Deutschland eröffnet

Von Anfang an hat der Cantina-Clan die Stiftung Bärenherz unterstützt, die mehrere Kinderhospize betreibt. Im letzten Jahr brachten Auftritte im Autokino Gravenbruch oder beim Festival for Family in der Commerzbank-Arena regelmäßig Spenden zwischen 500 und 1000 Euro ein. Dabei ist es dem Cantina-Clan wichtig, wie Osman Göverim betont, dass er selbst kein Geld annimmt.

Die kostümierten Galaktischen lassen sich mit Passanten und Kindern fotografieren, die Spenden sammelt die Stiftung selbst ein, oder gibt wie in Gravenbruch eine verplombte Spendendose mit. Am Samstag, einen Tag vor dem Tag der Kinderhospize freilich ging es um das Aufklären über die Arbeit der Einrichtung.

Eigentlich wollte die Gruppe auch Infomaterial verteilen, aber wegen eines Autounfalls einer Mitarbeiterin der Stiftung Bärenherz sei das nicht mehr rechtzeitig in Offenbach angekommen, erklärt Göverim. Doch für diejenigen, die sich an diesem Morgen mit Darth Vader oder den Mandalorianern fotografieren lassen, haben sie als Erinnerung grüne Bänder mit der Aufschrift „10.02. Tag der Kinderhospizarbeit“ dabei.

Das nächste Foto-Shooting mit den Galaktischen wird am 4. Mai, dem inoffiziellen Star-Wars-Tag, stattfinden. Dann ist auch wieder die Stiftung Bärenherz mit einem Informationsstand und Spendendosen dabei, verspricht Göverim.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare