An mehreren Standorten in der Stadt

Drahtloses Internet: Öffentlich und kostenlos

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Offenbach - Die EVO plant, an mehreren Stellen in der Stadt kosten- und kabellosen Internetzugang zu ermöglichen. Der erste Standort für ein öffentliches WLAN wird das Ring-Center sein. Von Matthias Dahmer 

Noch hält man sich beim Energieversorger an der Andréstraße mit Details zurück: Bestätigen könne er lediglich, dass es demnächst im Ring-Center im Zuge der Einrichtung einer EVO-Service-Stelle einen sogenannten öffentlichen Hotspot geben werde, sagt EVO-Sprecher Martin Ochs. Auch im Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe sollen Besucher in den Genuss von öffentlichem WLAN kommen. Die Gespräche mit dem Betreiber EOSC seien weit gediehen, so Ochs. Wie zu hören war, soll die Kapazität fürs WLAN auf der Liegewiese und am Beckenrand für bis zu 2000 Nutzer reichen.

Informationen, wonach auch Alice- und Wilhelmsplatz sowie das Stadion auf dem Bieberer Berg mit drahtlosen Internet-Zugriffspunkten bestückt werden, will der EVO-Sprecher nicht bestätigen. Diese Standorte würden derzeit geprüft. Einzelheiten etwa zu den Reichweiten der Hotspots oder zu den der EVO entstehenden Kosten konnte der Sprecher gestern noch nicht nennen. Der neue Service werde von der EVO betreut, man arbeite aber mit Partnern zusammen.

Man könne das Angebot als eine „neue Form der Daseinsvorsorge“ bezeichnen, umreißt Martin Ochs die Beweggründe des Energieversorgers. Die EVO wolle sich zudem einer jüngeren Zielgruppe öffnen. Öffentliche Zugriffspunkte bergen sowohl für Nutzer als auch Anbieter gewisse Risiken. Während Nutzer beim Surfen in der Öffentlichkeit vor allem auf den Schutz ihrer privaten Daten achten müssen, geht es auf Betreiberseite vor allem um Haftungsfragen. Café-Besitzern oder Hoteliers drohen bisher teure Abmahnungen, falls Nutzer über den angebotenen Internetzugang gegen Gesetze verstoßen, etwa verbotene Inhalte herunterladen.

20 Tipps: Sicher surfen und telefonieren

Durch ein WLAN-Gesetz, das seit März dieses Jahres im Entwurf vorliegt, sollen Anbieter künftig mehr Rechtssicherheit erhalten. Die Bundesregierung erhofft sich davon einen Schub beim Ausbau öffentlich zugänglicher Hotspots. Bei Internet-Verbänden und Opposition stößt der Gesetzentwurf auf Kritik, vor allem weil die besseren rechtlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb nicht für Privatleute gelten.

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