An der Luisenstraße entstehen 72 Mietwohnungen

Zuhause mit Industriecharme

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So soll der Neubaukomplex „Louisa“ von vorne aussehen. Auf dem Grundstück in der Luisenstraße 49-53 entstehen vier verschiedene Gebäude, die Platz für Wohnungen und Gewerbeeinheiten bieten. Bauherr ist das Gemeinnützige Siedlungswerk.

Offenbach - Mit Wehmut hatte sich die Kolpingfamilie in der vergangenen Fastnachtskampagne von ihrem Haus an der Luisenstraße verabschiedet. Das Anwesen und ein Nachbargrundstück wurden an das Gemeinnützige Siedlungswerk (GSW) verkauft, das auf dem Areal Mietwohnungen und Gewerbeeinheiten baut. Jetzt wurden die Pläne vorgestellt.

„Louisa“, wie der Neubaukomplex genannt wird, ist eine klassische Mischform, wie sie derzeit an vielen Ecken in Offenbach entsteht: Auf dem etwa 4400 Quadratmeter großen Grundstück in der Luisenstraße 49 - 53 entstehen 72 Mietwohnungen, Gewerbeeinheiten sowie eine Tiefgarage. In dem durch eine heterogene Bebauung geprägten Umfeld sieht das Entwurfskonzept des GSW, ein gemeinnütziges Wohnungsunternehmen der Bistümer Limburg, Mainz, Fulda und Erfurt sowie deren Caritasverbänden, eine Bebauung mit vier Baukörpern vor. Der breit gefächerte Wohnungsmix bietet vom kompakten Einzimmerappartement bis zur großzügigen Loftwohnung mit eigenem Garten Raum für nahezu jede Wohnform.

Für die Neubebauung in der Luisenstraße werden die ehemaligen Kolping-Immobilien komplett abgerissen. Weiter hinten auf dem Grundstück befinden sich drei Produktions- und Verwaltungsgebäude der nicht mehr existierenden Karl Seeger Lederwarenmanufaktur. Diese werden als Gewerbeflächen in das neue Gesamtkonzept der Wohn- und Werkhöfe integriert.

Während der neugebaute fünfgeschossiger Gebäuderiegel die Lücke in der Luisenstraße schließen wird, werden zwei weitere viergeschossige Baukörper im geschützten Innenhofbereich entstehen. Ein weiteres, eingeschossiges Gebäude dient als ordnendes und wegeleitendes Element im Quartiersinneren. Die in den Erdgeschossen vorgesehenen loftartigen Einheiten sollen die angestrebte Durchmischung von Gewerbe und Wohnen in den halböffentlichen Zonen im Hof ermöglichen. Teile der Einheiten können als gemischte Wohn- und Gewerbeflächen gemietet werden und sollen durch eine attraktive Miete die Start-up-Szene in Offenbach nachhaltig unterstützen.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Unter dem gesamten Areal entsteht eine Tiefgarage mit 68 Pkw-Stellplätzen, die an Anwohner und Mieter der Gewerbeflächen vermietet werden. Die Einfahrt erfolgt von der Luisenstraße.

Bei der Gestaltung der Häuser orientiert sich das GSW an der bestehenden Bebauung. Angelehnt an die Klinkerfassade eines im hinteren Teil des Quartiers vorhandenen historischen Fabrikgebäudes erhalten verschiedene Bauteile ebenfalls eine Klinker-Verblendung. Die Einteilung der Fensterflächen mittels Sprossen sowie weitere differenzierte Detailausbildungen sollen den Industriecharakter zusätzlich erhalten, prägen und gleichzeitig das Quartier als homogene Einheit erlebbar machen.

Eine attraktive Freiflächengestaltung mit Garten-, Spiel- und Sitzflächen soll nicht nur das derzeit komplett versiegelte Gelände klimatisch, sondern die Wohn- und Aufenthaltsqualität des gesamten Viertels nachhaltig verbessern. Die Fertigstellung des Gesamtvorhabens ist bis Herbst 2020 geplant. (stm)

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