Gerüst und Bäume kippten um

Feuerwehr registriert im Stadtgebiet ein eher verhaltenes Orkantief

Arg zerzaust: Das Gerüst für den Ersatzbau der Kindertagesstätte 11 an der Brandenburger Straße hat der Sturm niedergelegt. Im Altbau wurden einige Räume vorsorglich gesperrt.
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Arg zerzaust: Das Gerüst für den Ersatzbau der Kindertagesstätte 11 an der Brandenburger Straße hat der Sturm niedergelegt. Im Altbau wurden einige Räume vorsorglich gesperrt.

Weder Friedhofs- noch Schwimmbadbesuch: Wegen der Folgen und der von Orkantief Sabine ausgehenden Gefahren bleiben die Einrichtungen auch noch heute geschlossen. Der Sturm hat in der Nacht zum Montag auf dem Neuen Friedhof zwei Bäume umgerissen.

Offenbach – Teilweise verschrottet hat Sabine das Gerüst für den Neubau der städtischen Kindertagesstätte 11 in Rumpenheims Brandenburger Straße. Morgens gegen 7.30 Uhr stand die Konstruktion lediglich windschief, drei Stunden später war sie völlig umgekippt – wie ein kontrollierter Einsturz wirkte das nicht. Nähere Informationen von der mit dem Bau betrauten Offenbacher Projektgesellschaft (OPG) konnte Anna Heep vom Hochbauamt gestern noch nicht erhalten. Sie geht aber davon aus, dass der Schaden den Baufortschritt kaum verzögern wird.

Die Feuerwehr hielt Sabine mindestens bis Montag, 4.30 Uhr, auf Trab – auch wenn sich das Sturmtief im Stadtgebiet eher verhalten betätigte. Gleichwohl hatte sich die Feuerwehr bereits am Sonntagmittag auf alle Eventualitäten vorbereitet. In der Nacht wurden dann die Freiwilligen aus Bieber, Rumpenheim und Waldheim zur Besetzung ihrer Feuerwehrhäuser alarmiert.

Bereits am Sonntagmittag löste sich gegen 14.45 Uhr an einem Hochhaus in der Neusalzer Straße ein Fassadenteil und stürzte ab. Die Erkundung ergab, dass keine weiteren akuten Maßnahmen erforderlich waren. Eine Absperrung grenzte bis zur Ankunft einer Fachfirma den Gefahrenbereich ab.

Um 0.34 Uhr begannen die vorhergesagten Sturmtief-Auswirkungen. Im Lauterbornweg fielen Baumteile auf einen geparkten Pkw, um 1.22 Uhr stürzte ein Baum im Karl-Herdt-Weg auf die Fahrbahn. Dabei wurde auch eine Stromleitung beschädigt, um die sich die EVO kümmerte. Um 1.53 Uhr mussten mehrere Baumteile auf der  B 448 beseitigt werden, um 2.19 Uhr stürzte ein Baum in der Mathildenstraße in eine Feuerwehrzufahrt. Gegen 4.30 Uhr wurden weitere umgestürzte Bäume in der Waldhofstraße gemeldet. Bei allen Einsätzen unterstützten 50 Freiwillige aus Bieber, Rumpenheim und Waldheim ihre 25 Kollegen der Berufsfeuerwehr bei der Beseitigung des Holzes. Am Montag waren dann noch sieben weitere Einsätze zur Beseitigung von Bäumen auf Straßen und öffentlichen Verkehrsflächen abzuarbeiten. Hinzu kamen noch die Überprüfung eines instabilen Baumes am Waldschwimmbad und eines Fassadenteil, das in der Kaiserleistraße herunterzufallen drohte.

Doch nicht nur Sabine beschäftigte die Katastrophenschützer. Am Sonntag löste um 17.39 Uhr in der Goerdelerstraße ein privater Rauchwarnmelder aufgrund angebrannter Speisen aus. Der Löschzug musste jedoch nicht tätig werden. Großzügige Belüftung reichte aus.

Um 20.55 Uhr gab es dann Alarm aus dem KOMM am Aliceplatz: Dort hatte ein Unbekannter in böswilliger Absicht einen Handfeuermelder gedrückt. Folglich musste auch hier der Löschzug nicht tätig werden. Gegen 2 Uhr stießen dann an der Kreuzung Main-/Arthur-Zitscher Straße zwei Autos zusammen. Die Feuerwehr musste eine eingeklemmte Person mit hydraulischem Rettungsgerät befreien.

tk

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