Dematic offenbar vor Verkauf

Offenbach (ku) - Die Offenbacher Dematic GmbH steht unter Umständen vor einem Wechsel des Eigentümers.

Der Finanzinvestor Triton, der den Logistikanbieter 2006 von Siemens gekauft hatte, wolle die Firma verkaufen, berichtete die „FAZ“ unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Bloomberg. Dematic lehnte eine Stellungnahme zu den Spekulationen ab. Ein Sprecher von Triton wollte den Verkauf gegenüber unserer Zeitung weder bestätigen noch dementieren. Er sagte aber, ein Finanzinvestor würde sich stets über einen gewissen Zeitraum engagieren. Beteiligungen würden regelmäßig überprüft. Ab einer „Haltedauer von fünf Jahren“ hält der Triton-Sprecher den Verkauf eines Unternehmens für einen üblichen Vorgang.

Verkauf von Beteiligungen nach fünf bis sieben Jahren

Auch der Vorsitzende des Dematic-Betriebsrats, Ralf Kümmerer, konnte die Gerüchte über einen Verkauf nicht bestätigen. Er erklärte allerdings, zum Geschäftsmodell eines Privat-Equity-Unternehmens gehöre der Verkauf von Beteiligungen nach fünf bis sieben Jahren. Statistisch gesehen sei Dematic nach sechs Jahren in einem „Zeitfenster“ für eine Veräußerung,

Dematic setzt laut Bloomberg 900 Millionen Euro im Jahr um und beschäftigt weltweit 4 000 Menschen, 410 in Offenbach. Der Wert des Unternehmens werde auf eine Milliarde Euro geschätzt, schrieb die Nachrichtenagentur. Bei der Übernahme 2006 verbuchte Dematic Verluste. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt geworden.

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