Gute Vorsätze umgesetzt: Fitnessstudios voll 

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Ganzkörpertraining ist beim Kurs „Bodystyling“ für die Teilnehmer im Fitness-Park (Rowentastraße) angesagt.

Offenbach - Fitnessstudios freuen sich seit Jahresbeginn über einen regen Zulauf motivierter Hobbysportler. Doch hält das anfänglich so große Engagement auch an? Von Sabrina Kristen

Mehr Sport machen – das ist einer der Hauptvorsätze vor allem junger Menschen fürs neue Jahr. Doch das gestaltet sich oft schwieriger als gedacht. Denn es dauert erstmal eine Weile, bis die sportliche Aktivität zum festen Bestandteil wird. Das hält viele Offenbacher aber nicht vor dem Beitritt ins Fitnessstudio ab.

„Im Januar kann man von einem regelrechten Anmeldungsboom reden“, berichtet Klaus Riemer, der Geschäftsführer vom Injoy-Studio an der Berliner Straße. Das Studio hat sich auf verschiedenene Bereiche spezialisiert – neben klassischen Kraft- und Ausdauertraining gibt es dort weitere Angebote. Ein Rücken- und Abnehmzentrum soll die individuellen, sportlichen Bedürfnisse der Aktiven erfüllen.

"Bodystyling" und "Bauchkiller"

Im Fitness-Park an der Rowentastraße ist bislang noch kein erheblicher Zuwachs an Neumitgliedern zu bemerken. „Bei den meisten ist das Bewusstsein, dass regelmäßiger Sport notwendig ist, das ganze Jahr über da“, argumentiert Thomas Eisenacher, der Geschäftsführer des Studios. Die derzeitigen Rahmenbedingungen seien aber für den Indoor-Sport wie geschaffen. Aus diesem Grund ist der Fitness-Park schon von früh an gut besucht. Vor allem bei Kursen wie „Bodystyling“ oder „Bauchkiller“ wird es dort ganz schön eng. Im Injoy geht es sogar noch weiter: „Immer dienstags zum Zumba ist es so voll, dass sogar alle Parkplätze und Spinde belegt sind“, erzählt Katrin Vorlicek. Die 26-Jährige, die seit mehr als zwei Jahren regelmäßig bei Injoy trainiert, hat so einen Andrang wie seit dem Jahreswechsel noch nicht erlebt.

Es sind vor allem Frauen, die sich aktiv an den verschiedensten Kursen beteiligen. „Männer sind meist nur beim Indoor-Cycling oder allgemeinen Kraftkursen vertreten“, berichtet Klaus Riemer. Aber dennoch könne von einem ausgewogenenen Geschlechterverhältnis die Rede sein.

Langfristiges Ziel der beiden befragten Studios ist es, ihre Mitglieder dauerhaft für den Sport zu mobilisieren. „Wir sind Gesundheitsanbieter. Deshalb wollen wir bei den Mitgliedern den Hebel umlegen, um so den Sport zum Bestandteil des Alltags zu machen“, argumentiert der Injoy-Geschäftsführer.

Eine klare Tendenz, die in beiden Studios beobachtet wurde: Immer mehr ältere Menschen treiben Sport. Im Fitness-Park machen Sportler im gehobenen Alter einen Großteil der Mitglieder aus. Im Injoy sind alle Altersklassen bunt vertreten – von 13 bis 86 Jahren sind Trainingsbegeisterte dabei.

Inneren Schweinehund bekämpfen

Zwar ist der Vorsatz, mehr Sport zu treiben, äußerst lobenswert, doch viele schaffen es einfach nicht, ihren inneren Schweinehunde zu bekämpfen. „Deshalb lieber kleine und realistische Ziele setzen. Sieben Kilo in vier Wochen – das kann nicht wirklich klappen und dann ist die Enttäuschung riesengroß“, erklärt Thomas Eisenacher. Aus diesem Grund sollten sich die Neusportler kleine Etappen setzen, die auch zu erreichen sind. Einsteiger können vor allem in der Anfangszeit von der Gruppendynamik der Kurse profitieren. „Sportbesuche zu festen Terminen und in einer bekannten Gruppe – das sind super Voraussetzungen für eine langfristige Beteiligung“, so der Geschäftsführer des Fitness-Parks.

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